• MISSTÖNE ZWISCHEN POLITIK UND WIRTSCHAFT: Der eine hat keine Lust mehr, der andere findet den Ton unpassend

MISSTÖNE ZWISCHEN POLITIK UND WIRTSCHAFT : Der eine hat keine Lust mehr, der andere findet den Ton unpassend

Klaus Wowereit (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin:

„Ich habe keine Lust mehr, alleine am Altar zu stehen und nicht abgeholt zu werden. Es kann doch nicht wahr sein, dass man glaubt, man macht die Fusion mit Berlin nicht, aber ansonsten pickt man sich die Rosinen raus.“

Gerd von Brandenstein, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg:

„Ein Zusammengehen wäre richtig, da es ohnehin schon einen gemeinsamen Wirtschaftsraum gibt. Man sollte sich keine Konkurrenz machen und Ressourcen vergeuden. Die zügige Einrichtung einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung ist symbolisch und sachlich als nächster Schritt dringend notwendig.“

Ulrich Junghanns (CDU), Wirtschaftsminister von Brandenburg:

„Es wäre eine Faszination, Berlin und Brandenburg als ein Land zu erleben. Ein Wettbewerb gegeneinander ist nicht tragfähig für die Region.“ Zur Forderung der Berliner IHK nach einer Beziehungspause: „Wir brauchen keine Beziehungspause, sondern eine Besinnungspause.“

Eric Schweitzer, Präsident der Berliner IHK:

„Brandenburg wird überregional nur wahrgenommen, weil es Berlin gibt. Nur dort, wo es aus Berliner Sicht zweckmäßig ist, soll kooperiert werden. Wo die Interessen beider Länder entgegenstehen, darf auch eine Konfrontation nicht gescheut werden. Das Ende der Beziehungspause hängt von Brandenburg ab.“

Matthias Platzeck (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg:

„Mit dieser Tonlage, die jetzt aus Berlin zu hören ist, kommen wir auf dem gemeinsamen Weg nicht voran. Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die von einem vertrauensvollen Miteinander unserer Länder seit je nichts halten. Solche Sätze (gemeint ist die Berliner IHK) wirken in Brandenburg.“

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