Wirtschaft : Mit Fanartikeln aus der Krise

BERLIN (ssg)."Wir haben eine gigantische Durststrecke hinter uns." Das Bangen um das Überleben der Batropa-Batterie-GmbH ist zwar vorbei, nachdem die Treuhand-Nachfolgerin BvS eine Bürgschaft und der Alleingesellschafter, der Münchener Rechtsanwalt Hubert Boeckeler, weitere Gelder bereitgestellt hatten.Insgesamt belief sich die Unterstützung auf 4,5 Mill.DM."Ein ganzes Stück des Weges liegt trotzdem noch vor uns", ist sich Geschäftsführer Lutz Krämer sicher.

Das Konzept, das die Firma aus der Krise führen soll, setzt auf eine Kombination aus Vollsortiment und Nischenprodukten.In diesem Jahr werden voraussichtlich 90 Prozent des Umsatzes von erwarteten zwölf Mill.DM mit dem Verkauf von herkömmlichen Batterien und Akkus erwirtschaftet.Zehn Prozent sollen durch neue Produkte, sogenannte Fanartikel, hereinkommen.Dabei handelt es sich um bedruckte Batterien, beispielsweise mit den Logos von Fußballvereinen oder mit Abbildungen von Schlagerstars.Die Batterien sollen dann in durchsichtigen Taschenlampen verkauft werden.Das Marktpotential für die Fanartikel schätzt Krämer auf 50 Mill.DM jährlich.Im nächsten Jahr will Batropa zwei Mill.DM Umsatz in diesem Segment erreichen.Bereits in diesem Jahr will Batropa im Dezember eine schwarze Null erzielen, im nächsten Jahr will der Battieriehersteller in die Gewinnzone kommen.Für das Jahr 2000 strebt Batropa einen Umsatz von 20 Mill.DM an.Um das neue Konzept zu verwirklichen, hat das Unternehmen bereits fünf Mill.DM in die technische Ausstattung des früheren VEB Berliner Akkumulatoren und Elementefabrik investiert.In den kommenden beiden Jahren soll die Zahl der Mitarbeiter ferner um 20 auf 57 erhöht werden.

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