Wirtschaft : MLP: Staatsanwalt prüft Insiderhandel

Wegen des Verdachts auf Insiderhandel mit MLP-Aktien sind nicht nur Räume der Deutschen Börse, sondern auch von drei Kreditinstituten durchsucht worden. Das "Handelsblatt" und "Euro am Sonntag" berichteten übereinstimmend, dass es sich dabei um die DG Bank, die BHF-Bank und die Heidelberger Volksbank handele. Darüber hinaus wies das Unternehmen MLP am Wochenende selbst noch einmal darauf hin, dass sich die Untersuchungen nicht gegen MLP oder deren Mitarbeiter richte. Die Mannheimer Staatsanwaltschaft verfolge den Angaben zufolge eine Strafanzeige gegen unbekannt wegen das Verdachts auf Insiderhandel mit Aktien des Finanzdienstleisters MLP.

Im vergangenen August habe die Arbeitsgruppe Aktienindizes, in der zehn Bankvertreter und ein Mitglied der Deutsche Börse sitzen, darüber abgestimmt, ob MLP in den Dax aufrücken sollte. Letztlich schaffte es MLP nicht in die höchste deutsche Börsenliga. Jetzt werde untersucht, ob es vor der Entscheidung zu verbotenen Aktienkäufen oder -verkäufen auf Grund von Insiderwissen gekommen sei. Sprecher von BHF-Bank und DG Bank bestätigten den Berichten zufolge die Durchsuchung in ihren Frankfurter Zentralen am vergangenen Donnerstag. Von Seiten der BHF-Bank habe es geheißen, dass sich der Verdacht gegen einen Strategen der Aktienresearch-Abteilung richte, der auch Mitglied in der Arbeitsgruppe Aktienindizes gewesen sei, schrieb "Euro am Sonntag". Der Mitarbeiter habe das Institut Ende März verlassen. Ein DG-Bank-Sprecher erklärte dem Blatt zufolge, dass sich die Durchsuchung weder gegen die Bank noch gegen eine bestimmte Person richte. Das "Handelsblatt" berichtete, aus Kreisen der Heidelberger Volksbank habe es geheißen, der Verdacht richte sich gegen Kunden.

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