Wirtschaft : Mobilfunk hilft France Télécom

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Der zweitgrößte Telekommunikationskonzern Europas, France Télécom, hat im ersten Halbjahr 2002 seine Umsätze deutlich gesteigert. Sie beliefen sich auf rund 22,47 Milliarden Euro und legten damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent zu, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Den Anstieg verdankte France Télécom vor allem seiner Mobilfunktochter Orange und der Konsolidierung der polnischen Beteiligung TPSA.

Im Mobilfunk erzielte France Télécom in den ersten sechs Monaten Erlöse von rund 7,8 Milliarden Euro, ein Anstieg von 12,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2001. Der Mobilfunk wird damit zu einem immer wichtigeren Umsatzträger des Konzerns. Er steuert mittlerweile 34,9 Prozent bei. Herbe Einbußen musste France Télécom im klassischen Festnetzbereich hinnehmen. Dort sanken die Erlöse um 5,8 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Das Festnetzgeschäft bleibt damit allerdings weiterhin der mit Abstand größte Geschäftsbereich bei einem Umsatzanteil von 41,9 Prozent.

Der Gewinn des Konzerns vor Zinsen und Steuern werde 2002 um mehr als zehn Prozent zulegen, betonte Michel Bon, Chef der France Télécom. Außerdem will das Unternehmen seinen Schuldenberg von mehr als 60 Milliarden Euro reduzieren. 1,6 Milliarden Euro aus dem Verkauf von 64 Prozent der Übertragungsgesellschaft TDF an eine Investorengruppe sollen in die Tilgung fließen.

Zu den schwelenden Problemen bei der deutschen Mobilfunktochter Mobilcom gab es keine neuen Aussagen. Die Gespräche darüber, wie schnell der – teure – Aufbau eines eigenen UMTS-Netzes nun vorangetrieben werden solle, liefen noch, sagte Mobilcom-Pressesprecher Torsten Kollande dem Tagesspiegel. Ursprünglich wollte Mobilcom mit der dritten Mobilfunkgeneration Ende 2002 starten. „Jetzt können wir kein konkretes Datum mehr angeben“, sagte Kollande. hop

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