Wirtschaft : Mobilfunk: Vodafone kauft in Japan zu

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone übernimmt die Kontrolle bei Japan Telecom und will dem japanischen Marktführer NTT Docomo vor allem im Mobilfunk Konkurrenz machen. Vodafone wolle zum zweitgrößten Telefonanbieter in Japan aufsteigen und NTT Docomo im ganzen Lande "Schwierigkeiten bereiten", kündigte Firmenchef Chris Gent am Mittwoch in Tokio an. Vodafone kaufte für 3,7 Milliarden Pfund (11,6 Milliarden Mark) von seinem einheimischen Rivalen British Telecom jeweils 20 Prozent an Japan Telecom und an deren Mobilfunktochter J-Phone. Damit hält Gent jetzt 45 Prozent an Japan Telecom und 46 Prozent an J-Phone - und kontrolliert beide Anbieter. Zudem kündigte der weltgrößte Mobilfunkanbieter den Kauf weiterer Anteile an der spanischen Mobilfunkfirma Airtel für 1,6 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Mark) an.

Vodafone will sich in Japan vor allem auf den Mobilfunk und hierbei auf Datenübertragung konzentrieren. Der japanische Markt entwickle sich deutlich schneller als der europäische, konstatierte Gent. Vodafone will nach Ansicht von Experten vor allem von der fortgeschrittenen Datenübertragungstechnik von J-Phone profitieren. Allerdings hat NTT Docomo derzeit in Japan einen Marktanteil von 60 Prozent, J-Phone dagegen nur 16 Prozent.

British Telecom gab auch 17,8 Prozent an Airtel an Vodafone ab und konnte durch die Geschäfte seine Schuldenlast um 4,4 Milliarden Pfund senken. Um die Akquisitionen zu finanzieren, will Vodafone neue Aktien im Wert von drei Milliarden Pfund ausgeben.

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