Wirtschaft : MTU wächst dank Instandhaltung

2005 Nettogewinn erwartet/Aktionäre können mit Ausschüttung rechnen

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München Der Triebwerksbauer und Börsenneuling MTU setzt auf anhaltendes Wachstum in der Luftfahrtbranche. „Für den weiteren Verlauf des Jahres sind wir optimistisch gestimmt“, sagte der Vorstandschef der MTU Aero Engines Holding AG, Udo Stark, am Dienstag in München. Impulse erhofft sich das Unternehmen vor allem im Geschäft mit der zivilen Wartung, wo im Gesamtjahr eine deutliche Umsatz- und Ertragssteigerung zu erwarten sei. Auch das zivile Triebwerksgeschäft soll zulegen.

Im ersten Halbjahr verbuchte die seit Juni börsennotierte MTU nach Steuern ein Ergebnis von 6,7 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum gab es noch einen Verlust von 34,5 Millionen Euro. Der Umsatz legte nach Unternehmensangaben um knapp 14 Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu. Dabei profitierte MTU vor allem von Fortschritten im Bereich der zivilen Instandhaltung, wo die Umsätze um 31 Prozent auf 348 Millionen Euro zulegten. 2005 will MTU insgesamt auf einen Umsatz von 2,05 Milliarden (Vorjahr: 1,92 Milliarden) Euro kommen. Bereinigt um den Verkauf des Engineering- und Technologie-Dienstleisters Atena entspräche dies einem Umsatzplus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte Stark. Für das Nettoergebnis seien knapp 30 Millionen Euro angestrebt nach einem etwa ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr.

Bei den Zielen für das Gesamtjahr habe man vorsichtshalber einen Wechselkurs von 1,30 Dollar je Euro zu Grunde gelegt. An die Aktionäre will das Unternehmen für das laufende Jahr rund 40 Millionen Euro ausschütten, das entspräche etwa 73 Cent je Aktie.

Die Jahresziele fußten auf den positiven Aussichten für die Luftfahrtbranche mit weiterhin erwarteten Steigerungen des Passagier- und Frachtaufkommens, sagte Stark. Bei der Luftfahrtmesse in Paris habe man zudem Aufträge von der Fluggesellschaft Korean Airline erhalten und verzeichne auch eine steigende Nachfrage nach Triebwerken für Airbusmaschinen. Auf die Zahl der Mitarbeiter von knapp 6800 Ende Juni werde sich dies aber nicht auswirken, erklärte der Vorstandschef. Man werde die Aufträge gegebenenfalls mit Hilfe von flexiblen Arbeitszeiten oder Leiharbeitern erfüllen. dpa

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