Munich-Re-Chef von Bomhard : "Ich würde Bonuszahlungen nicht behalten"

Die Munich Re ist eine der größten Versicherungen der Welt. Im Tagesspiegel-Interview spricht ihr Chef Nikolaus von Bomhard über Manager-Boni und die Zukunft des Freihandels in der Ära Trump.

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Nikolaus von Bomhard führt seit 2004 den weltweit größten Rückversicherer. Foto: Reuters
Nikolaus von Bomhard führt seit 2004 den weltweit größten Rückversicherer.Foto: Reuters

Im Streit um die Boni für Top-Manager hat sich der Chef des Dax-Konzerns Munich Re, Nikolaus von Bomhard, von seinen Managerkollegen bei Volkswagen und der Deutschen Bank distanziert. „Ich kann mir nicht vorstellen, Bonuszahlungen zu behalten, wenn das Unternehmen durch meine Entscheidungen in ernsthaft schwieriges Fahrwasser gekommen ist“, sagte Bomhard dem Tagesspiegel. Bei der Munich Re sind 70 Prozent der variablen Vorstandsvergütung an Mehrjahresziele geknüpft. „Diese finanziellen Anreize sollen eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmenspolitik belohnen“, betonte der Konzernchef.

Wenn Trump ernst macht, geht es bergab

Die Munich Re ist der weltgrößte Rückversicherer und stark in den USA engagiert. Ein Drittel des Umsatzes in der Rückversicherung entfällt auf das US-Geschäft. Der designierte Präsident Donald Trump werde daran nicht viel ändern, glaubt Bomhard. „Die Menschen und Unternehmen in den USA werden sich auch künftig gegen Hurrikans und Tornados versichern, ob ihr Präsident an den Klimawandel glaubt oder nicht“. Sollte Trump seine wirtschaftspolitischen Ankündigungen wahrmachen, steuern die USA nach Meinung Bomhards wirtschaftlich auf einen Abwärtstrend zu. „Die Ernüchterung wird kommen.“

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