Wirtschaft : Neue Technologien als Wachstumsmotor

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Mit 25 bis 30 Millionen Mark jährlich will der Berliner Wirtschaftssenat in den nächsten Jahren die Software- und Kommunikationsbranche fördern. Wie Wirtschaftsstaatssekretär Volker Liepelt am Donnerstag anlässlich des 13. Berliner Software-Unternehmergesprächs sagte, habe die Stadt mit insgesamt 8000 Unternehmen und einem Umsatz von über 20 Milliarden Mark inzwischen ihren eigenen Weg in die Informationsgesellschaft gefunden.

Hintergrund der Berliner Gespräche, zu denen sich am 3. und 4. Februar Fach- und Führungskräfte aus ganz Deutschland treffen, sind jüngste Branchentrends sowie die Erwartungen für die nächsten zwei Jahre. Bis 2002 rechnet Unternehmensberater Gerhard Diebold für die Teilmärkte Telekommunikation, Datenverarbeitung, Softwarebranche und Informationstechnologien mit einem Wachstum in Deutschland zwischen fünf und sieben Prozent.

Nach Berechnungen Diebolds hatte der Markt 1999 ein Volumen von über 288 Milliarden Mark, wobei die Segmente Telekommunikation und Unterhaltungselektronik mit 42 Prozent den größten Anteil am Gesamtgeschäft aufwiesen. Erst danach folgt mit einem Marktanteil von 33 Prozent die Datenverarbeitung mit der Software und den Dienstleistungen. Während Diebold den mit der Euroumstellung und dem Zweitausend-Problem entstandenen Märkten rückläufige Zahlen bescheinigt, sagt er für die Teilmärkte der Systemsoftware und der Standardapplikationen mit einem Zuwachs von 6,9 Prozent auf über 25 Milliarden Mark für das laufende Jahr das größte Marktpotential in Deutschland voraus. Wie stark die Branche der neuen Technologien inzwischen sei, zeige sich im Vergleich zur wirtschaftlichen Gesamtentwicklung. Seit 1985 lag die Wachstumskurve der Informations- und Kommunikationstechnik stets oberhalb des Bruttoinlandsprodukts.

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