Wirtschaft : Neuer Tarif sichert Stellen bei Siemens 20000 Mitarbeiter in den Niederlassungenbetroffen

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Berlin Siemens hat sich mit der IG Metall auf eine Beschäftigungsgarantie für die mehr als 20000 Mitarbeiter in den bundesweit 35 Niederlassungen geeinigt. Bis September 2009 sind nun betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, teilten beide Parteien am Dienstag mit. Dafür müssen rund 8000 Mitarbeiter etwas länger arbeiten; ferner wird deren Urlaubs- und Weihnachtsgeld „in eine leistungs- und ergebnisbezogene Erfolgsbeteiligung umgewandelt“, hieß es in einer Mitteilung von Siemens. Bei den Verhandlungen über einen einheitlichen Entgeltrahmen für die Niederlassungen sei in einem Spitzengespräch zwischen Siemens-Chef Heinrich von Pierer und dem zweiten Vorsitzender der IG Metall, Berthold Huber, „der Durchbruch gelungen“. Huber betonte in einer Stellungnahme die Festschreibung einer Qualifizierungszeit von 50 Stunden pro Jahr. „Das ist in einem hochtechnologisierten Bereich von essenzieller Bedeutung“.

Die Mitarbeiter in den Niederlassungen arbeiteten bislang zu unterschiedlichen Bedingungen. Rund 12000 befanden sich seit 1998 in rechtlich selbstständigen, ausgegliederten Servicegesellschaften. Diese erhielten statt Urlaubs- und Weihnachtsgeld eine variable, erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung und hatten eine Jahresarbeitszeit von 1575 Stunden (35,8 Wochenstunden) zuzüglich 50 Stunden für Qualifizierung. Die anderen 8000 Mitarbeiter unterlagen dem Flächentarif der Metallindustrie mit einer 35-Stunden-Woche und einem fixen Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Mit dem neuen Tarif werden die 12000 ausgegliederten Beschäftigten in die Siemens AG zurückgeholt. Alle 20000 Beschäftigte arbeiten nun 35,8 Stunden die Woche plus 50 Stunden Qualifizierung. Schließlich wird die Sonderzahlung für alle künftig nach Leistung und Ergebnis gewährt, ist aber nach Angaben der IG Metall höher als bislang für die 12000 ausgegliederten Personen. alf

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