Wirtschaft : Neues Ranking der besten Lebensversicherer Branchendienst beklagt mangelhafte Informationen

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Düsseldorf (ali/HB). Die Debeka, Cosmos, Allianz und Neue Leben – so heißen auch für das Jahr 2001 die Sieger unter den Lebensversicherungen im Rating des Branchendienstes MapReport, die das Top-Rating „mmm“ für hervorragende Leistungen bekommen haben. Die Huk-Coburg ist auf „mm“ abgerutscht, was laut Rating-Raster immer noch ein „sehr gut“ bedeutet.

Das map-Rating berücksichtigt Kennzahlen aus den Bereichen Bilanz, Service- und Vertragsqualität. Für das Rating werden die Geschäftsberichte der vergangenen zwölf Jahre herangezogen. Daraus erklärt sich auch, warum etwa die in die Schlagzeilen geratene Hannoversche Leben noch mit „mm", also „sehr gut" abschneidet. „Bei allen sicherlich berechtigten Zweifeln kann man in einem langfristig orientierten Rating die überragenden Leistungen der Hannoverschen für ihre Kunden in der jungen Vergangenheit nicht völlig übergehen", sagt map-Chefredakteur Manfred Poweleit. Zudem würden 20 der 63 Punkte der Hannoverschen daraus resultieren, dass die Kunden höchst zufrieden mit ihrem Versicherer seien.

Die Hannoversche hat als einer der ersten Lebensversicherer die Überschussbeteiligung drastisch auf fünf Prozent gesenkt, der Vorstand trat wegen Dauer-Streits mit der Aufsicht zurück. Hochgestuft auf die Note „mm" wurden die Gesellschaften Süddeutsche, Asstel, Landeslebenshilfe und die R+V Versicherungen. Die Lebensversicherung von 1871 ist auf „m" abgerutscht. Das Rating zeigt, dass „groß" nicht immer mit „gut" gleichzusetzen ist. So schneidet die Nummer 27 im Markt, die Neue Leben, deutlich besser ab als die Hamburg-Mannheimer, dem zweitgrößten deutschen Lebensversicherer.

Map-Chefredakteur Poweleit zweifelt indes daran, ob sein Team auch nächstes Jahr eine Aktualisierung des Ratings erarbeiten kann. „In der größten Branchenkrise der Nachkriegszeit, ausgelöst durch ein Aktiendesaster, fehlen ausgerechnet zur Aktienquote, zur Nettorendite, zu stillen Lasten und Bewertungsreserven entscheidende und verlässliche Informationen", beklagt sich Poweleit. Beispiel Bewertungsreserven: Sie entstehen, wenn eine Anlage am Markt höher bewertet ist als in der Bilanz. Das Problem: Es wird nicht unterschieden, ob diese Reserven realisierbar sind, oder nicht in betriebsnotwendigen Beteiligungen stecken. Beispiel Aktienquoten: Die Bilanzen weisen nur die direkt gehaltenen Aktien aus. Wie viele Aktien indirekt in den Fonds der Versicherer stecken, wird nicht ausgewiesen.

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