Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Bookbuilding

Der Tagesspiegel schlägt täglich ein Kap

Die Zeiten, in denen Unternehmen der New Economy ihre Aktien "am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne" an die Börse brachten, sind vorbei. Die Anleger prüfen inzwischen genau, wem sie ihr Kapital anvertrauen. Je näher der Kurs am oberen Rand der Spanne liegt, desto interessanter und gewinnträchtiger schätzt der Markt einen neuen Börsenwert ein. Das so genannte Bookbuilding-Verfahren wird häufig zur Festlegung des Preises einer neuen Aktie angewandt. So wird über Angebot und Nachfrage der marktgerechte Kurs ermittelt, bei dem die meisten Anleger zum Kauf des neuen Papiers bereit sind. Anders als beim Festpreisverfahren, bei dem Banken und Emittent einen Preis vor dem Börsengang fixieren, wird beim Bookbuilding-Verfahren der Kapitalanleger mit in den Preisfindungsprozess einbezogen. Ein Unternehmen legt dabei zunächst eine Spanne fest, die den späteren Emissionspreis umfassen soll. Interessierte Anleger teilen dann ihren Banken mit, zu welchem Preis genau innerhalb dieses Bereichs sie wie viele Aktien zeichnen wollen. Aus der Gesamtheit der Gebote wird der Ausgabepreis der Aktie ermittelt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben