Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Netzwerk

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Seit es den Buchhändler Amazon.com gibt, das Auktionsportal Ricardo.de oder die Musiktauschbörse Napster, wissen wir, dass das Internet eine prima Sache ist. Doch wie kam es dazu, dass es überhaupt entstand? Die Idee eines mächtigen Staates oder eines klugen Unternehmens war es jedenfalls nicht. Das ist klar. Hier wirkten die gleichen Faktoren, die vor Jahrzehnten Verkehrsampeln oder später Faxgeräte populär gemacht haben - so genannte Netzwerk-Externalitäten: Je mehr Menschen einen Standard verwenden oder sich an spezielle Regeln halten, desto mehr Nutzen bringt es der Allgemeinheit. Ein, zwei oder fünf miteinander verkabelte Faxgeräte haben noch einen relativ geringen Nutzen. Je mehr Menschen sich aber zum Kauf eines solchen Gerätes entschließen, desto größer wird für andere der Anreiz, es ihnen gleichzutun. Das Netzwerk Internet hat freilich eine breitere Wirkung für eine Volkswirtschaft als Verkehrsregeln oder das Faxgerät. Denn es lässt sich vielfältig nutzen - für den Vertrieb von Software, den Zugang zum Bankkonto oder den Verkauf eines Autos. Obendrein ermöglicht der Zugang zu Wissen, das in aller Welt gespeichert ist, jedem Einzelnen, wo immer er auch wohnt, weit größere Möglichkeiten der Nutzung dieses Wissens, sei es für die Gründung eines Unternehmens, den Austausch von Daten und Informationen oder die Entwicklung eines Produktes.

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