Wirtschaft : New-Economy-Lexikon: Shareholder Value

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Als Shareholder Value (engl.) bezeichnet man den Wert, den die Anteilseigner (Aktionäre) aus ihrer Beteiligung (Aktien) an der Firma (Aktiengesellschaft) ziehen. Da die Aktien dem Eigenkapital entsprechen, kann man Shareholder Value mit Hilfe der Eigenkapitalrendite messen. Firmen schaffen Werte, wenn die Eigenkapitalrendite höher liegt als die Kapitalbeschaffung kostet. Den Marktwert des gesamten Eigenkapitals zu maximieren muss oberstes Ziel des Managements sein. Diese Auffassung hat sich in den letzten Jahren auch in traditionellen Wirtschaftszweigen durchgesetzt, wo bisher Unternehmensgröße und Umsatzwachstum als Erfolgsindikatoren galten. Hauptkritikpunkt an diesem Konzept ist die Möglichkeit, dass langfristige Wertschaffung im Unternehmen durch kurzfristige Kostensenkungsprogramme - etwa bei Entlassungen - verhindert wird. Das "Manager-Magazin" hat kürzlich die 500 größten europäischen Konzerne getestet: von den 92 untersuchten deutschen Firmen steigern aber nur 38 ihren Unternehmenswert, die anderen vernichten Wert. Bei den Branchen gingen europaweit Telekommunikation, Medien und Technologie - die klassischen New-Economy-Werte - entsprechend ihrer Wertschaffungsleistung als Sieger hervor.

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