Wirtschaft : NordLB hält sich bei der Bankgesellschaft eine Tür offenZu Gesprächen mit US-Investoren bereit

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Berlin/Hannover (dr). Bei Sparkassen und Norddeutscher Landesbank (NordLB) scheint es unterschiedliche Auffassungen über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Bankgesellschaft Berlin zu geben. Der Aufsichtsrat der NordLB hat am Donnerstagabend dem Vernehmen nach dem Vorstand den Auftrag erteilt, sich aktiv an den Übernahmeverhandlungen mit zwei US-Investoren zu beteiligen.

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hatte vor Wochenfrist bekannt gegeben, er werde nur noch mit den beiden US-Investorengruppen BGB Capital Partners (Flowers/Texas) und Lone Star über einen Verkauf der Bankgesellschaft verhandeln. Ein Angebot der Sparkassen-NordLB-Gruppe hatte er ausgeschlagen.

Die NordLB will nun als Anteilseigner der Bankgesellschaft aktiv werden. Sie hält derzeit noch gut zehn Prozent an dem Berliner Konzern. NordLB und Bankgesellschaft sind zudem über die Landesbausparkasse Berlin-Hannover verflochten. Daneben arbeiten sie im Rahmen einer Allianz bei der Datenverarbeitung eng zusammen. Aufgrund dieser noch bis 2004 festgeschriebenen Allianz hat die NordLB zudem Vetorecht bei Verkäufen von Anteilen an der Bankgesellschaft.

Bereits in der Vorwoche hatte der NordLB-Aufsichtsratschef, Niedersachsens Finanzminister Heinrich Aller (SPD) angedeutet, er könne sich eine Fortsetzung der Allianz auch beim Einstieg eines Investors vorstellen. Die NordLB werde nun ihr Engagement in Berlin nicht mehr unter strategischen Gesichtspunkten beurteilen, sondern als Investor. Demgegenüber zeigte sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) sehr über die Entscheidung Sarrazins verstimmt, und drohte mehrfach damit, der Berliner Sparkasse n und rotes S zu entziehen, sollte sie an einen privaten Investor verkauft werden.

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