Wirtschaft : Nur jeder Zweite lernt im Betrieb

-

ZU WENIG BETRIEBE

Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt in der Hauptstadt bessert sich. Ende Juli gab es 11 031 bei der Arbeitsagentur gemeldete Plätze, das ist ein Plus von 12,5 Prozent. 24 961 Bewerber stehen dem Angebot gegenüber. Allerdings sind derzeit auch noch 4208 Stellen unbesetzt – die rechnerische Lücke liegt also bei gut 9700. Bis zur Bilanz Ende September hoffe man auf eine weitere Entspannung der Lage, sagte Olaf Möller, Sprecher der Behörde.

DGB: KEINE BESSERUNG IN SICHT

Die Gewerkschaften hingegen erwarten, dass sich die Lücke nicht weiter schließen wird. „Es werden auch in diesem Jahr 10 000 Stellen fehlen“, sagte DGB-Vizechefin Doro Zinke. Im Nachteil seien vor allem schlecht Ausgebildete, Migranten und Mädchen. Schlimm sei es, dass jeder zweite Jugendliche nicht in einem regulären Betrieb lerne, sondern in einer schulischen oder überbetrieblichen Einrichtung. Und in den sogenannten Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitsagenturen würden oft nur „Banalitäten“ vermittelt, etwa dass sich Bewerber nicht in schmutziger Kleidung bei Betrieben vorstellen sollten. brö

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben