Wirtschaft : Nur wenige müssen Steuern zahlen

-

Für viele Schichtarbeiter und Krankenschwestern ist das eine gute Nachricht: Zuschläge bei Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit bleiben steuerfrei . Jedoch haben sich die Koalitionsparteien darauf geeinigt, dass die Sozialversicherungsfreiheit der Zuschläge bezogen auf einen Grundstundenlohn von bis zu 25 Euro beschränkt wird. Bislang hatte die Grenze bei 50 Euro Stundenlohn gelegen. Der designierte Wirtschaftsminister Peer Steinbrück (SPD) rechnet durch die Änderung mit jährlichen Mehreinnahmen von 500 Millionen Euro . Doch wer verdient tatsächlich mehr als 25 Euro pro Stunde?

Eine Grundvergütung in dieser Höhe ist selten und findet sich im Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler- Stiftung nach Angaben von Referatsleiter Reinhard Bispinck nur in den obersten Vergütungsgruppen . Zehn Branchen hat Bispinck sich angeschaut: So verdient etwa ein kaufmännischer Angestellter in der chemischen Industrie Nordrhein laut Tarif in der obersten von zwölf Gehaltsgruppen 25,26 Euro . In der Energiewirtschaft Nordrhein-Westfalen steigt das Entgelt in der 14. von 15 möglichen Gehaltsstufen – ohne individuelle Zulagen – auf 25,06 Euro in der Stunde. In der Metallindustrie Nordwürttemberg/Nordbaden kann das Gehalt für technische Angestellte sogar auf 25,80 Euro in der Stunde klettern. Im Bankgewerbe dagegen steigt die Grundvergütung laut Tarif nicht über die Grenze von 25 Euro.

Auf 25,20 Euro pro Stunde in der obersten Vergütungsgruppe kann das Pflegepersonal im westdeutschen öffentlichen Dienst kommen. vis

0 Kommentare

Neuester Kommentar