Wirtschaft : O & K-Hauptversammlung: Verluste sollen reduziert werden - Orenstein & Koppel zeigt Zuversicht

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Vom Ziel einer nachhaltigen positiven Ertragslage ist Orenstein & Koppel (O & K) noch ein gutes Stück entfernt. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Berliner Baumaschienenherstellers, John Canzio, auf der O & K-Hauptversammlung am Dienstag in Berlin. Doch schon im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur New-Holland-Gruppe seien O & K deutlich sichtbare Vorteile aus größerem Umsatz und sinkenden Einkaufspreisen zu gute gekommen. O & K gehe diesen neuen Weg mit Zuversicht, sagte Canzio. Ähnlich wie in der Automobilbranche wolle man in der Gruppe Baumaschinen auf Plattformbasis entwickeln. So seien bedeutende Kostenvorteile zu erzielen, sagte Canzio.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Vorstand erneut eine Verminderung des Betriebsverlustes. Der Umsatz in den ersten fünf Monaten 2000 sei im Vergleich zum Vorjahr um 40 Millionen Mark auf 325 Millionen Mark gestiegen. Das Betriebsergebnis sei mit minus acht Millionen Mark erwartungsgemäß negativ, aber um zehn Millionen Mark besser als im Vorjahreszeitraum. Die O & K-Gruppe setzte 1999 808 Millionen Mark um. Der Jahresverlust der O & K AG lag bei 19 Millionen Mark.

Inzwischen hält New Holland, die nach der Übernahme der Case Corporation ihren Namen in CNH Global N.V. geändert hat, 91 Prozent der Anteile an O & K. CNH ihrerseits gehört zum Fiat-Konzern. Die außenstehenden O & K-Aktionäre erhalten für 1999 die garantierte Mindestdividende von 50 Pfennig je Aktie. Noch gilt das Barabfindungsangebot von CNH über 26,77 Mark pro Aktie. Einige Kleinaktionäre haben gegen die Ermittlung der Barabfindung geklagt. Für den 23. Juni hat das Landgericht Berlin einen ersten mündlichen Termin festgesetzt.

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