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Online-Einkauf : Homeshopping vor Weihnachten

02.12.2012 19:03 Uhrvon
Verpackt und zugesandt. Online-Einkaufen ist praktisch, weil man sich dabei nicht außer Haus begeben muss. Vielfach bieten die Shops auch noch einen Geschenke-Service mit Papier und Grußkarte an, allerdings muss man dafür manchmal extra zahlen. Foto: Volkmar Schulz / KeystoneBild vergrößern
Verpackt und zugesandt. Online-Einkaufen ist praktisch, weil man sich dabei nicht außer Haus begeben muss. Vielfach bieten die Shops auch noch einen Geschenke-Service mit Papier... - Foto: Volkmar Schulz / Keystone

Weihnachten steht vor der Tür. Wie jedes Jahr heißt es nun die passenden Geschenke finden. Im Internet kaufen ist bequem – und meist auch sicher. Dennoch sollte man auf einige Punkte achten. Ein Überblick.

Ein Sonnabend im Dezember. Draußen stürmt es, die Temperatur ist unter null Grad gefallen, vor dem Fenster quält sich eine Blechlawine in Richtung Einkaufsstraßen. Was gibt es Schöneres, als an solch einem Tag Weihnachtsgeschenke zu kaufen? Also, rauf auf die Couch, Füße hoch und den Laptop auf den Schoß – schon kann das Online-Shopping beginnen. Zu den Rennern im Netz zählen Abos und Veranstaltungstickets, Unterhaltungselektronik, Spielekonsolen oder Fotozubehör, stellten kürzlich die Konsumforscher von der Nürnberger GfK fest.

SERIÖSER AUFTRITT

Verbraucherschützer sehen bei Online-Einkäufen grundsätzlich kein höheres Risiko als im Geschäft.

Sie empfehlen jedoch, keinesfalls nur auf den vermeintlich günstigen Preis, sondern vor allem auf den Gesamtauftritt zu gucken. „Im stationären Handel schaut man sich ja auch etwas an, bevor man kauft“, sagt Simone Vintz von Stiftung Warentest. Der erste Weg sollte zum Impressum führen. Liegt der Firmensitz in Deutschland, ist der Name des Geschäftsführers angegeben, ist die Handelsregisternummer verzeichnet? Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und die Widerrufsbelehrung sollten auf der Seite leicht zugänglich sein. Um böse Überraschungen bei Lieferung, Reklamation oder Retoure zu vermeiden, empfehlen Verbraucherschützer Anbieter mit Sitz in Deutschland. Für sie gelte einwandfrei das Fernabsatzgesetz. Es gebe auch Ausnahmen, sagt Vintz. Großen Shops wie Amazon könne der Kunde durchaus vertrauen, auch wenn sie wie in diesem Fall ihren Sitz in Luxemburg hätten.

VERTRAUENSCHECK

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob es sich beim ausgewählten Anbieter um einen ehrbaren Kaufmann handelt, kann zusätzliche Nachforschungen anstellen. Unabhängige Experten prüfen Online-Shops und vergeben Siegel, wenn sie diese für vertrauenswürdig halten. Seriöse Zertifikate sind zum Beispiel Trusted Shops, Safer Shopping vom Tüv Süd oder Geprüfter Online-Shop EHI und finden sich auf den Seiten des Shops. Gesetzliche Vorschriften gibt es für solche Siegel aber nicht. Sinnvoll kann auch der Vergleich des Shops in verschiedenen Bewertungsportalen sein.

DIE PREISFRAGE

Viele Artikel findet man im Internet günstiger als im stationären Handel, weil die Beratung fehlt, keine Miete fürs Ladenlokal anfällt und die Vergleichsmöglichkeiten viel größer sind. Dennoch sollten sich Verbraucher nicht von den niedrigsten Preisen zu einem schnellen Kauf verleiten lassen. Im Gegenteil. „Je günstiger der Preis, desto schriller müssen die Alarmglocken läuten“, sagt Bernd Ruschinzik von der Verbraucherzentrale Berlin. Als Faustregel empfiehlt Warentest-Expertin Vintz: Liegt der Preis 50 Prozent oder mehr unter dem üblichen Niveau, stimmt etwas nicht. Übrigens: Seit August müssen Online-Shops den Kunden vor Abschluss des Bestellvorgangs noch einmal über alle Kosten und den Gesamtpreis informieren. Diese Informationen müssen in unmittelbarer Nähe zu einem Button stehen, mit dessen Auslösen der Kunde den Kauf bestätigt.

ZAHLUNGSMÖGLICHKEITEN

In vielen Fällen müssen Internet-Kunden in Vorkasse treten, vor allem wenn sie zum ersten Mal dort kaufen. Kommt die Ware nicht oder ist sie fehlerhaft, sei das Geld unter Umständen weg, warnt Ruschinzik. „Der Kauf auf Rechnung ist der sicherste Weg.“ Alternativ empfiehlt er das elektronische Lastschriftverfahren (ELV), weil der Kunde die Zahlung dort rückwirkend acht Wochen stornieren könne. Als vergleichsweise sicher gilt auch Paypal. „Gibt es Ärger mit der Ware, vermittelt Paypal zwischen Kunde und Anbieter“, sagt der Verbraucherschützer. Bei ELV oder Kreditkartenzahlung sollten Käufer auf eine sichere Internetverbindung achten. Erkennbar ist sie durch die Zeichenfolge https:// oder ein Vorhängeschloss in der Adresszeile des Browsers. Bei Zahlung auf Rechnung oder per Nachnahme kann die Lieferung länger dauern und Extra-Gebühren kosten.

WIDERRUFSRECHT

Für ein Produkt, das man in einem Online-Shop erstanden hat, gilt das Fernabsatzrecht: Es kann binnen zwei Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeschickt werden. Die Frist beginnt frühestens mit dem Erhalt der Ware und einer schriftlichen Widerrufsbelehrung. Informiert der Verkäufer den Kunden nicht, dass dieser den Vertrag widerrufen kann, gibt es keine Frist. Pech haben Schenker, wenn dem Beschenkten etwa die Reise oder die Konzertkarten nicht gefallen: Eine Rückgabe ist in diesem Fall nämlich ausgeschlossen. Das betrifft auch CDs, DVDs und Software, die nicht mehr originalverpackt sind.

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