Wirtschaft : Online-Shopping: Fußkleid im Abo

Welcher Mann ist noch nie in diese Situation gekommen: Man sitzt im Meeting, streckt die Beine aus, und entdeckt im gleichen Augenblick wie der Chef, dass die Socken nicht zueinander passen. Einer ganz schwarz, weil neu. Der andere 30 mal gewaschen und schon grau. Um viel Beschäftigten solch peinliche Auftritte zu ersparen, haben die Schweizer Marcel Roth (36) und Samy Liechti (32) das Unternehmen Blacksocks gegründet.

Unter der Internetadresse www.blacksocks.com haben seit rund einem Jahr etwa 6000 Männer eine Socken-Abbo bestellt. Die Auswahl ist zwar begrenzt: Es gibt schwarze Wadensocken aus peruanischer Pima-Baumwolle und eben solche Kniesocken aus merserisierter Baumwolle. Doch die Verknappung des Angebots, meinen die Schweizer, schützt ihre Kunden vor dem Durcheinander im Schrank. Wer bei blacksocks bestellt, bekommt ohne weitere Aufforderung drei mal im Jahr drei Paar Socken zugeschickt. Kostenpunkt: 65 Euro. Wer mehr Fußkleis verschleißt, kann die Frequenz der Lieferungen auch erhöhen.

Einen ersten Werbezug in Deutschland planen die Schweizer Sockenlieferanten für Ende September in Berlin. Dann wollen Roth und Liechti am Berlin-Marathon teilnehmen und versprechen nicht nur, dass sie vom Start bis zum Ziel durchhalten. Sie wollen auch mit makellosem Sockenbild ankommen.

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