Wirtschaft : Optionsscheinhandel auf Xetra und weitere Meldungen

Haftung bei Vermittlung

Professionelle Anlagevermittler müssen die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihrer Angebote prüfen und ihre Kunden auf Ungereimtheiten hinweisen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe den Schadenersatzanspruch eines Privatanlegers gegen einen Vermittler bejaht, der eine überwiegend aus fest verzinslichen Papieren bestehende Kapitalanlage einer GmbH mit angeblich hoher Rendite angeboten hatte. Die Anlage stellte sich als unseriös heraus: Die GmbH, die nach dem "Schneeballsystem" gearbeitet hatte, musste Konkurs anmelden. (Aktenzeichen: III ZR 62/99 vom 13. Januar 2000)

Optionsscheinhandel auf Xetra

Die deutsche Börse startet am 28. April den vollelektronischen Optionsscheinhandel auf Xetra. Zusätzlich setzte die Deutsche Börse die Gebühren für Transaktionen im Xetra-Optionsscheinhandel bis zur Jahresmitte aus. Bereits jetzt haben elf Emittenten von Optionsscheinen ihre Teilnahme zum Starttermin erklärt. Tsp

Antwerpes geht an die Börse

Der Kölner New Media Dienstleister Antwerpes hat angekündigt, im zweiten Quartal dieses Jahres an den Neuen Markt zu gehen. Im vergangenen Jahr wurden 8,9 Millionen Mark umgesetzt und dabei ein Vorsteuerergebnis von 1,03 Millionen Mark erzielt. Im laufenden Jahr soll der Umsatz nahezu verdoppelt werden. Tsp

Atoss begibt Aktien

Die Aktien der Atoss Software AG, München, werden am 21. März erstmals am Neuen Markt gehandelt. Das Bookbuilding-Verfahren läuft vom 14. bis 27. März. Die Preisspanne soll am 13. März bekannt gegeben werden. Platziert werden bis zu 1,2 Millionen Stückaktien. Tsp

Angebot für Jil-Sander

Die Mailänder Prada-Gruppe hat den Aktionären der Jil Sander AG über eine Tochtergesellschaft ein Abfindungsangebot unterbreitet. Die Prada-Gesellschaft Palladio GmbH, Köln, werde den außenstehenden Vorzugsaktionären 320 Euro je Aktie anbieten, teilte die Jil Sander AG mit. Daraufhin sprang der Börsenkurs der Jil-Sander-Aktie an der Berliner Börse von 275 auf 306 Euro. Die stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden allerdings nur wenig gehandelt. Palladio halte 75 Prozent der Stammaktien und 18 Prozent der Vorzugsaktien ohne Stimmrecht.

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