Ortstermin : Lieber kochen als kickern

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler besucht Project A Ventures und einige ihrer Start-ups.

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Ein Team: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit Florian Heinemann am Kicker. Bei Project A Ventueres darf übrigens erst nach 17 Uhr gekickert werden. Foto: Corinna Visser
Ein Team: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit Florian Heinemann am Kicker. Bei Project A Ventueres darf übrigens erst...Foto: Corinna Visser

„Also ich kann mit einer Idee zu Ihnen kommen und Sie helfen mir, ein Unternehmen aufzubauen?“, fragt Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Die Antwort von Uwe Horstmann: „Wir suchen nach Unternehmertypen“, nimmt er mit Humor: „Das sagen Sie jetzt, wenn ich so etwas vorschlage“ und lacht. Der Minister ist am Freitagmorgen in löchriger Jeans und Freizeitjacket zu Project A Ventures nach Mitte gekommen, um sich mit den Gründern Florian Heinemann und Uwe Horstmann auszutauschen und einige Start-ups kennenzulernen. Immerhin, so stellt Rösler klar, sei die Internetszene eine der wenigen Branchen in Berlin, wo neue Arbeitsplätze entstehen.

Florian Heinemann erklärt dem Minister, dass die meisten Fonds, die Risikokapital (Venture Capital) an Gründer geben, keine sehr gute Performance haben. Das sei ein Grund, warum nur wenige Investoren das hohe Risiko eingehen. Project A Ventures hingegen habe nicht nur einen Fonds von 50 Millionen Euro, dessen Kapital vor allem von der Otto-Gruppe kommt. Sondern betreue Gründer auch intensiv und biete Know-how und Personal. 2012 an den Start gegangen, hat Project A inzwischen ein Team von 100 Leuten und 16 Start-ups im Portfolio, wobei einige in den Büros von Project A untergebracht sind.

Als der Minister seinen Rundgang beginnt, versuchen die Fotografen ihn zunächst zu einem Foto am Kicker zu bewegen. Doch Rösler winkt ab, da gebe es doch Besseres. Er schlägt ein Foto mit einer Schürze von Kochzauber vor. Die Idee des Start-ups gefällt ihm: Kochzauber liefert Rezepte und daraus abgestimmt die frischen Lebensmittel dazu in einer Box bis zur Haustür. „Das ist ja wie bei Miracoli“, sagt der Minister, „da ist auch alles in einer Packung bis zum Parmesan obendrauf.“ Gründer Frederic Knaudt beeilt sich klarzustellen, dass es sich hier um frische Zutaten handelt. Und Rösler verspricht es auszuprobieren, an Ostern habe er ein paar Tage frei. Dann lernt er die Online-Shops Tirendo für Reifen und Wine in black für Wein kennen. Zum Schluss lässt er sich dann auch noch zu einem Kickerfoto überreden.

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