Wirtschaft : Parallelimport

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Als Parallelimporte werden Arzneimittel bezeichnet, die von Konzernen im Ausland hergestellt und dann von Händlern ins Inland importiert und über Apotheken verkauft werden – obwohl sie parallel auch im Inland produziert werden. Die Importeure profitieren von den unterschiedlichen Preisen, die ein und dasselbe Medikament in den Ländern der EU kostet. So sind die staatlich verordneten Preise für Originalmedikamente in Südeuropa in der Regel niedriger als in Nordeuropa. Seit Mitte der 90erJahre sind deutsche Apotheker verpflichtet, bei Medikamenten, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, bevorzugt die meist preiswerteren Parallelimporte abzugeben. Forschende Arzneimittelfirmen kritisieren Parallelimporte, weil sie zu Gewinneinbußen führen und kostenintensive Innovationen bremsen könnten. Tsp

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