Wirtschaft : Peters plädiert für alte Tandem-Lösung IG-Metall-Vize geht auf Huber zu

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Berlin (Tsp). Zur Überwindung der Führungskrise in der IG Metall hat der umstrittene Vizechef Jürgen Peters für die alte TandemLösung mit dem baden-württembergischen Bezirksleiter Berthold Huber plädiert. „Ich bin überzeugt: Berthold Huber und ich wären ein gutes Team, weil wir zusammen am ehesten in der Lage sein werden, die Einigung der IG Metall zu erreichen“, sagte Peters der „Bild am Sonntag“. Zugleich warnte er vor einem weiteren Mitgliederschwund. Notwendig sei ein gemeinsamer Kurs. „Ständige Richtungswechsel verträgt ein großer Tanker wie die IG Metall nicht“, sagte Peters.

Peters sollte ursprünglich im Herbst zum neuen IG-Metall-Vorsitzenden und Nachfolger von Klaus Zwickel gewählt werden, während Huber als Gewerkschaftsvize vorgesehen war. Nach dem Scheitern des Streiks um die Einführung der 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland, für das viele Vorstandsmitglieder Peters verantwortlich machen, ist die Personaldebatte jedoch neu entbrannt.

Auch Zwickel hält an seinem Favoriten Huber fest, obwohl dieser seinen Verzicht auf ein Spitzenamt erklärt hatte. Nach der am Freitag abgesagten Pressekonferenz will Zwickel nach Tagesspiegel-Informationen am Wochenende eine neue Führungsspitze finden. Er will sich dabei insbesondere um Huber bemühen. Peters und Huber hätten sich am Donnerstag und Freitag zu Vier-Augen-Gesprächen getroffen, berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Bis zur Sitzung des geschäftsführenden IG-Metall-Vorstandes am Montag wollten beide einen gemeinsamen Vorschlag zur Lösung der Führungskrise erarbeiten.

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