Wirtschaft : Pflicht auch für Privatpatienten Private Kassen oft günstiger

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Auch Privatpatienten müssen eine Pflegeversicherung abschließen. Die private Pflegepflichtversicherung ist vom Leistungsumfang her mit der gesetzlichen Pflegeversicherung identisch. Ob jemand pflegebedürftig ist. entscheidet aber nicht der medizinische Dienst der Krankenversicherung (siehe oben), sondern der Gutachterdienst Medicproof.

Die Beiträge zur privaten Pflegepflichtversicherung richten sich nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Einkommen, sondern nach dem Eintrittsalter. Dabei gelten Ausnahmen von den sonstigen Regeln der privaten Krankenversicherung (PKV): Kinder sind kostenlos mitversichert, Frauen zahlen denselben Tarif wie Männer. Beispiel: Ein 35jähriger Versicherter zahlt bei der privaten Allianz Krankenversicherung 22,50 Euro im Monat, bei einem Brutto-Einkommen von 3000 Euro wären es in der gesetzlichen Pflegeversicherung 25,50 Euro. „Bei höheren Einkommen ist die private Versicherung günstiger“, sagt die Gesundheitsexpertin der Verbraucher-Zentrale NRW, Elke Weidenbach. Hinzu kommt: Wegen ihrer günstigen Mitgliederstruktur können die privaten Versicherer regelmäßig die Beiträge senken.

Wem die Leistungen aus der Pflichtversicherung nicht reichen, der kann private Zusatzversicherungen abschließen. Diese stehen sowohl privat als auch gesetzlich Versicherten offen – allerdings zu den üblichen PKV-Bestimmungen: Jeder Versicherter braucht einen eigenen Vertrag, Frauen zahlen mehr als Männer und Vorerkrankungen führen zu einem Aufschlag bei den Prämien. hej

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