Wirtschaft : Pharma- und Chemie-Konzern verzeichnet Rekordzuwachs

Der Darmstädter Pharma- und Chemie-Konzern Merck hat im vergangenen Jahr einen Rekordzuwachs beim Umsatz verzeichnet: Er stieg um 29 Prozent auf 5,347 Milliarden Euro (10,53 Milliarden DM). Dagegen sank der Jahresüberschuss steuerbedingt um 33 Prozent auf 220 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis der Unternehmensbereiche Pharma, Labor und Spezialchemie erhöhte sich um 23 Prozent auf 645 Millionen Euro.

"Unsere Geschäfte haben von Quartal zu Quartal an Dynamik gewonnen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Merck-Gruppe, Hans Joachim Langmann. Der Umsatz habe im Vergleich zum Vorjahr stärker zugelegt als je zuvor in der über 200-jährigen Geschichte des Unternehmens. Deutlich gestiegene Steueraufwendungen und eine Steuernachzahlung in Frankreich hätten den Jahresüberschuss 1999 allerdings sinken lassen.

Für das laufende Jahr rechnet Merck "mit einer Fortsetzung der guten Geschäftsentwicklung". Im Januar und Februar sei der Umsatz um nominal 45 Prozent gestiegen. Der Hauptversammlung schlug die Geschäftsführung eine Dividendenerhöhung von 0,82 auf 0,85 Euro pro Aktie vor.

Für Forschung und Entwicklung erhöhte die Merck-Gruppe ihre Investitionen um 23 Prozent auf 514 Millionen Euro. Mit allein 424 Millionen Euro im Bereich Pharma will Merck die Krebsforschung vorantreiben. Die Markteinführung eines Krebsmedikaments werde für das Jahre 2002 erwartet.

Im Pharmabereich stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 2,858 Milliarden Euro. Damit beträgt der Anteil am Gesamtumsatz 54 Prozent. Der Unternehmensbereich Labor steigerte seinen Umsatz durch Firmenübernahmen um 66 Prozent auf 1,604 Milliarden Euro.

Das Segment Labordistribution erreichte einen Umsatzzuwachs von 91 Prozent auf 1,262 Milliarden Euro. Merck kündigte an, diesen Bereich in ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in den USA ausgliedern und in etwa zwei Jahren an die Börse zu bringen. In der Merck-Gruppe sind weltweit rund 32 700 Menschen beschäftigt, 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

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