Wirtschaft : Phönix öffnet Gründern die Tore

Gründerzentrum in Tegel eröffnet / Unerwartet hohe Nachfrage

BERLIN (-olm).Die Herlitz Falkenhöh AG liegt mit ihrem Gewerbe- und Innovationspark am Borsigturm in Tegel voll im Plan.Das als integraler Bestandteil der Anlage vom Senat mit 67,5 Prozent an Fördermitteln unterstützte Phönix-Gründerzentrum konnte am Freitag in Anwesenheit von Wirtschaftssenator Elmar Pieroth und Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura eröffnet werden.Gleichzeitig wurde der Grundstein für den nächsten Bauabschnitt gelegt ­ eine 12 000 Quadratmeter große Fläche, auf der sich Unternehmen der Verkehrstechnik, Logistik und Kommunikationstechnik ansiedeln sollen. Die Nachfrage nach einer Gewerbefläche im Gründerzentrum, die mit 12,80 DM Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter weit unterhalb der üblichen Marktkonditionen liegt, hat die Erwartungen des Konzerns noch übertroffen.Wie Manfred Birk, zuständiges Vorstandsmitglied der Falkenhöh AG betonte, seien mit dem Phönix-Start bereits 27 Firmen eingezogen, darunter 21 Existenzgründer mit 96 Beschäftigten.Die sechs übrigen sind zusammen mit einer Forschungseinheit der Deutschen Bahn AG Partnerunternehmen, die als eine Art Ankermieter das geplante und in Berlin bisher einmalige Geflecht von Zulieferern, Dienstleistern, Existenzgründern und Forschungsabteilungen garantieren sollen.Neu an dem Förderkonzept ist auch, daß sich die Neugründer während der gesamten Startphase der ersten fünf Jahre auf ein von Herlitz zur Verfügung gestelltes Beratungsinstrumentarium stützen können.Bei den günstigen Rahmenbedingungen geht Birk davon aus, daß die mit insgesamt 28 Mill.DM finanzierte Phönixfläche bereits bis zum Jahresende voll belegt ist.Für Wirtschaftssenator Pieroth macht die Unterstützung von Existenzgründungen mit öffentlichen Geldern schon deshalb Sinn, weil hier alle zwei Jahre im Einzelfall zweieinhalb Arbeitsplätze entstehen.Sein Rechenbeispiel: die 1995 in Berlin neugegründeten 4000 Firmen bedeuten schon in diesem Jahr einen Zuwachs von rund 10 000 Beschäftigten.Dabei nehmen die geförderten Gründerzentren eine Sonderstellung ein, weil in diesem durch die wirtschaftlich motivierte Gesamtstruktur abgesicherten Schutzraum die Konkursrate im Durchschnitt nur bei zehn Prozent liegt.Außerhalb der Gründerzentren wird die Zahl der Pleiten in den ersten fünf Jahren mit 50 Prozent und darüber angegeben.

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