Planspiel Börse : Google schlägt Siemens

Das Team „€uro$tar“ von der Max-Taut-Schule liegt beim Planspiel Börse in Berlin auf Platz eins.

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Erfolgreiches Duo. Christian Klug (rechts) und Johannes Japp von der Max-TautSchule. Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Erfolgreiches Duo. Christian Klug (rechts) und Johannes Japp von der Max-TautSchule. Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Berlin - Dass die zwei Schüler des Oberstufenzentrums Max-Taut-Schule in Lichtenberg viel vorhaben, erkennt man schon an ihrem Gruppennamen: „€uro$tar“ haben Christian Klug (19) und Johannes Japp (18) ihr Team beim Planspiel Börse genannt. In dem Online-Spiel von Sparkassen und Tagesspiegel spekulieren Schüler mit fiktivem Geld an der Börse. Sie investieren in der Simulation zum Beispiel in Aktien von Unternehmen, Rohstoffe oder Fonds und versuchen, damit so viel Gewinn wie möglich zu machen.

„Wir haben das Euro- und das Dollarzeichen im Namen verwendet, weil wir das große Geld verdienen wollen“, sagt Klug. Bisher ist das dem Duo gut gelungen: Derzeit liegen sie unter den Berliner Teams auf Platz eins. Ihr Startkapital von 50 000 Euro haben sie um 5241 Euro vermehrt. Spekulierten sie mit echtem Geld, wäre das eine Rendite von mehr als zehn Prozent. Landesweit belegt das Team „€uro$tar“ damit den 106. Platz von 13 000 Gruppen. Wer das meiste aus seinem fiktiven Startkapital herausholt, wird am Spielende am 14. Dezember zum Sieger gekürt. Noch hat die Gruppe einen guten Vorsprung: Das in Berlin zweitplatzierte Team „Simpsons“ hat bisher mit seinen Aktien nur 54 769 Euro anhäufen können.

Hinter den hohen Gewinnen der Gruppe steckt eine klare Strategie. „Wir haben im Vorfeld des Spiels schon die Börse verfolgt und gesehen, dass die im Leitindex Dax notierten Unternehmen derzeit sehr gut abschneiden. Da konnten wir gute Gewinne erwarten“, sagte Klug. Deshalb investierten die beiden Schüler zunächst in Aktien des Autoherstellers Volkswagen und in Papiere des Technologiekonzerns Siemens.

Nun ist vergangene Woche noch ein amerikanischer Konzern dazugekommen. „Wir haben die Siemens-Aktien verkauft und dafür den Betrag in Google-Papiere investiert“, sagt Klug. Der Internetkonzern habe derzeit einen Höhenflug. „Wir wissen aber, dass das nur kurzfristige Gewinne sind, deshalb müssen wir Google auch rechtzeitig wieder verkaufen“, so Klug.

Den Schülern macht das Spiel Spaß. „Das Planspiel weckt Interesse daran, was man an der echten Börse bewegen kann“, sagt Klug.

Wer selbst gerne am Planspiel teilnehmen möchte, kann noch bis zum 9. November einsteigen. Jahel Mielke

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