Wirtschaft : Porsche: Der Sportwagen-Hersteller legt beim Gewinn kräftig zu

Der Sportwagen-Hersteller Porsche hat einen neuen Rekordgewinn eingefahren. Das Ergebnis vor Steuern überstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 (31. Juli) nach den vorläufigen Zahlen eine Milliarde Mark. Das teilte der Vorstandsvorsitzende der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, Wendelin Wiedeking, am Mittwoch mit. Trotz überdurchschnittlich hoher Entwicklungsaufwendungen sei damit das Vorjahresergebnis von 848,5 Millionen Mark (433,6 Millionen Euro) übertroffen worden. Porsche setzte mehr als 50 000 Fahrzeuge ab nach 48 797 im Jahr zuvor. Für den Umsatz hatte Porsche zuletzt einen Zuwachs um mehr als zehn Prozent auf rund acht Milliarden Mark angekündigt. Dies würde bedeuten, dass Porsche seinen Vorsteuergewinn erneut stärker gesteigert hat als den Umsatz.

Wiedeking gab die Zahlen in einer Stellungnahme zum Ausschluss seines Unternehmens aus dem Börsenindex M-Dax bekannt. Die Deutsche Börse AG in Frankfurt (Main) hatte bekannt gegeben, dass Porsche ab dem 24. Spetember nicht mehr im M-Dax gelistet wird. Grund sei die Weigerung des Unternehmens, Quartalszahlen vorzulegen. Wiedeking bezeichnete den Ausschluss als Diskriminierung. "Eine wirklich sachliche Güterabwägung lag der Entscheidung offensichtlich nicht zu Grunde", sagte er. "Aus unserer Sicht sind Quartalsberichte vor allem ein Geschäftsbesorgungsplan für die Deutsche Börse AG und die Banken." Eine Gefahr für die weitere Kursentwicklung der Porsche-Aktie sehe er durch die Entscheidung der Börse nicht.

Am Mittwoch legte der Kurs der Porsche-Vorzüge zunächst gegen den Markttrend um rund ein Prozent auf 403,50 Euro zu. Der Dow Jones European Auto Stoxx Index lag zugleich mit 0,8 Prozent unter dem Vortagesschluss. Analyst Lars Ziehn von der Deutschen Bank sagte, die Mitteilung von Porsche zum vorläufigen Ergebnis sei sehr positiv und gleiche die Entscheidung der Börse mehr als aus.

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