Wirtschaft : Praktiker profitiert von Preisnachlass

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Frankfurt am Main - Der Preisnachlass der Baumarktkette Praktiker für ihre neuen Aktien hat sich ausgezahlt: Der Kurs stieg am ersten Handelstag über den Ausgabepreis von 14,50 Euro und lag bei Börsenschluss bei 15,11 Euro. „Das frische Kapital hilft uns jetzt, die Expansion von Praktiker in Osteuropa kräftig voranzutreiben“, sagte Praktiker-Vorstandschef Wolfgang Werner. Der Börsengang ist mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro einer der größten in Deutschland in diesem Jahr. Rund 116 Millionen Euro brutto werden der Baumarktkette selbst zufließen, der Rest geht an die bisherige Alleineigentümerin Metro. Nachdem die Praktiker-Aktie ursprünglich zwischen 16 und 19 Euro kosten sollte, die Nachfrage aber schwach blieb, hatte der Konzern letzte Woche die Spanne auf 14 bis 15 Euro gesenkt und die Erstnotierung um vier Tage verschoben. Metro hält nun noch rund 40 Prozent der Aktien.

Dem Metro-Konzern fließt voraussichtlich noch 2005 eine halbe Milliarde Euro aus dem Verkauf seiner Praktiker-Immobilien zu. Wie das Handelsblatt aus Verhandlungskreisen erfuhr, könnte das Bieterverfahren um die 35 zum Verkauf stehenden Baumarkt-Immobilien bereits in drei Wochen beendet sein. Den Informationen nach sind die Deutsche Bank und der Londoner Finanzinvestor Dawnay, Day als letzte Interessenten aus den Bieterrunden übrig geblieben. Sie sollen zwischen 500 bis 520 Millionen Euro geboten haben. Dawnay, Day hatte vor wenigen Monaten gemeinsam mit der Beratungsfirma Hilco bereits den Zuschlag für 74 kleine Warenhäuser des Karstadt-Quelle-Konzerns erhalten. Tsp/HB

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