Wirtschaft : Pro Jahr 26 425 Euro brutto

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Berlin - Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich langsamer gestiegen als die Lebenshaltungskosten. Die Durchschnittsverdienste aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen legten im Jahr 2005 um 0,4 Prozent auf 26 425 Euro brutto zu. Der Verbraucherpreisindex habe sich dagegen um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Dabei haben die Tariflöhne nach Schätzungen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung stärker zugelegt als der Durchschnittsverdienst, nämlich um 1,2 Prozent. Aber auch ihr Zuwachs lag damit unter dem Anstieg der Lebenshaltungskosten.

Der im Vergleich zum Anstieg der Tariflöhne moderate Zuwachs der Durchschnittsverdienste ist den Statistikern zufolge vor allem auf die deutliche Zunahme der Beschäftigten mit Ein-Euro- Jobs zurückzuführen. Der niedrige Verdienst dieser Gruppe habe den Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste spürbar gedämpft. „Schaltet man diesen Ein-Euro-Effekt rechnerisch aus, ergibt sich ein Zuwachs der Durchschnittsverdienste um 0,8 Prozent gegenüber 2004.

Bei der Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Durchschnittsverdienste (Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer) werden alle Arbeitnehmergruppen einbezogen – Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten, geringfügig Beschäftigte ebenso wie leitende Angestellte, Vorstände oder Beamte. Ferner werden alle für geleistete Arbeit empfangenen Entgelte und geldwerte Leistungen also auch Weihnachts- und Urlaubsgeld, Zulagen oder Prämien berücksichtigt. Tsp

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