Wirtschaft : PSI verhandelt über Firmenzukäufe

BERLIN (chi).Das Berliner Softwarehaus PSI AG hat das Geschäftsjahr 1998, das Jahr des Börsengangs, mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnissprung abgeschlossen.Durch Zuwächse in beiden Standbeinen des Konzerns - dem Projektgeschäft mit Großkunden sowie dem Verkauf von Standardsoftware für den Mittelstand - legte der Konzernumsatz um 44 Prozent auf 186 Mill.DM zu.Damit erreichte die Gruppe ein operatives Ergebnis von knapp einer Mill.DM nach minus 4,2 Mill.DM im Vorjahr, das Ergebnis vor Steuern stieg auf 2,6 Mill.DM nach minus 10,04 Mill.in 1997.Verhagelt hat die Bilanz nur ein überraschender Sonderposten: Durch eine Steuernachzahlung für einen schon länger zurückliegenden Firmenverkauf in den USA rutschte das PSI-Ergebnis nach Steuern auf minus 2,8 Mill.DM.

Vorstandschef und PSI-Mitbegründer Dietrich Jaeschke zeigte sich am Montag in Berlin mit den Ergebnissen "mehr als zufrieden".PSI sei 1998 stärker gewachsen als der Markt - ein Tempo, das Jaeschke 1999 beibehalten will.Nachdem PSI seit Anfang des Jahres bereits durch mehrere Firmenübernahmen für Schlagzeilen sorgte und erst vergangene Woche eine Mehrheitsbeteiligung an der österreichischen IRM erwarb, kündigte der Firmenchef nun an, daß es mit weiteren Firmen bereits "konkrete Verhandlungen" gebe.Liquidität ist vorhanden: Der Börsengang spülte 84 Mill.DM in die Rücklagen.

Jaeschke will vor allem die Internationalisierung vorantreiben und das bislang kleinere Standbein, das Produktgeschäft mit Standardsoftware für den Mittelstand, stärken.Hier hat sich der Umsatz bereits 1998 auf 62,6 Mill.DM mehr als verdoppelt.Dieser Bereich habe ein "enormes Potential".Viele mittelständische Betriebe müßten ihre Software erneuern.Fast bescheiden die Prognose für 1999: Der Konzernumsatz soll auf 220 Mill.DM steigen, der operative Gewinn auf neun Mill.DM.Doch schließlich, so Jaeschke, habe man auch 1998 die Prognosen übertroffen.Jedenfalls werde PSI Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.1998 stieg die Zahl der Mitarbeiter um 163 auf 830, davon 500 in Berlin.

0 Kommentare

Neuester Kommentar