Wirtschaft : Puma: AG rechnet mit Gewinnsprung

Der Sportartikel-Hersteller Puma hat nach einem guten Geschäft im dritten Quartal seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr kräftig erhöht. Das Ergebnis vor Steuern werde voraussichtlich nicht nur um zehn, sondern um 20 bis 30 Prozent verbessert, berichtete die Puma AG am Freitag in Herzogennaurach. Der Umsatz werde "leicht über 20 Prozent" wachsen. Bisher war der Vorstand von einem Plus von 20 Prozent ausgegangen. Die Sportschuhe erwiesen sich als stärkster Wachstumsträger unter den Puma-Produkten. Im dritten Quartal konnte der viertgrößte Sportartikel-Produzent Europas deutlich zulegen. Der Umsatz wuchs in diesem Zeitraum um fast 26 Prozent auf 293,2 Millionen Mark (148,9 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten waren es 746 Millionen Mark (plus 23 Prozent), was währungsbereinigt einem Plus von rund 16 Prozent entsprach. Das Ergebnis vor Steuern stieg bis Ende September um 26,3 Prozent auf 40,1 Millionen Mark. Der Konzerngewinn legte um 29 Prozent auf 23,8 Millionen Mark zu. Nach Vorlage der Zahlen stieg der Kurs der Puma-Aktie am Freitag nachmittag an der Frankfurter Börse um rund acht Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende Jochen Zeitz zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Im Gesamtjahr könne ein Vorsteuerergebnis von bis zu 37 Millionen Mark erreicht werden (1999: 28,4 Millionen Mark). Allerdings ist das Traditionsunternehmen damit noch weit von der guten Ertragslage des Jahres 1997 entfernt, als ein Jahresüberschuss von 67,7 Millionen Mark erzielt worden war. Im darauf folgenden Jahr hatte Puma wegen Sondereffekten aus Restrukturierungen und Marketinginvestitionen einen massiven Gewinneinbruch auf 6,7 Millionen Mark verbuchen müssen.

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