Wirtschaft : Quelle: Versandhaus will im Ausland und im Internet wachsen

Quelle, Deutschlands größtes Versandhaus, will sein Geschäft auch außerhalb Deutschlands weiter ausbauen. Der neue Vorstandschef Christoph Achenbach berichtete, es gebe bereits konkrete Übernahmegespräche in Großbritannien und Skandinavien. Schließlich seien dies bisher "weiße Flecken" auf der Europakarte der Quelle, sagte Achenbach. Quelle sei noch immer "sehr deutschlandlastig".

Neben der Internationalisierung gehört der Ausbau des elektronischen Handels zu den wichtigen Zielen des neuen Vorstandsvorsitzenden, der vor knapp einem Monat die Führung der Quelle AG übernommen hat. Bereits im vergangenen Jahr erzielte das fränkische Traditionsunternehmen mit 650 Millionen Mark (332 Millionen Euro) fast ein Zehntel des Umsatzes im elektronischen Handel. Insgesamt hatte die Quelle AG den Umsatz im vergangenen Jahr um knapp ein Prozent auf rund sieben Milliarden Mark gesteigert. Die Tochtergesellschaften im Ausland steuerten den Angaben zufolge 1,7 Milliarden Mark bei.

Quelle strebt nach den Worten Achenbachs künftig eine Produktivitätssteigerung von rund drei Prozent jährlich an. Dazu sollten Arbeitsplätze über die normale Fluktuation abgebaut werden. Im laufenden Jahr würden so wie auch im Jahr 2000 rund 300 bis 400 der insgesamt 28 000 Stellen wegfallen. Weitere Einsparpotenziale sieht Achenbach durch die Zusammenarbeit mit Neckermann, dem Versandhandel der Karstadt AG, die 1999 mit Quelle fusionierte. Vor allem durch einen gemeinsamen Einkauf und eine Zusammenarbeit im technischen Kundendienst könnten Synergien erzielt werden, deren Höhe Achenbach aber nicht nennen wollte. Neckermann und Quelle blieben aber als Marken und mit eigenständigen Führungen erhalten.

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