RATINGAGENTUREN : Viel zu positiv beurteilt

Für die internationalen Ratingagenturen war 2009 erfolgreich. Nicht unbedingt in geschäftlicher Hinsicht, dafür aber in puncto Regulierung. Zwar verabschiedeten die USA und die EU Gesetze und Verordnungen, mit denen die Bonitätsprüfer stärker kontrolliert werden sollen. Doch „nach vielen Diskussionen und zum Teil radikalen Vorschlägen hat sich in der Regulierung letztlich nichts Wesentliches geändert“, sagt Christina Bannier, Professorin an der Frankfurt School of Finance. Auslöser der Kritik an den Agenturen waren die massenhaften Herabstufungen von Verbriefungen. Dadurch wurde deutlich, dass die Bonitätswächter lange Zeit diese strukturierten Wertpapiere viel zu positiv beurteilt hatten. Die neue EU-Verordnung zu Ratingagenturen fordert zwar mehr Transparenz zum Beispiel bei den Bewertungsmethoden. Sie verbietet den Agenturen, gleichzeitig zu beraten und zu bewerten. Sie untersagt auch, Wertpapiere zu benoten, die sie nicht zuverlässig bewerten können. Bei Verstößen droht den Agenturen der Entzug der Lizenz für die EU. Doch viele der Vorgaben sind schwammig geblieben. yo (HB)

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