Wirtschaft : Rebon schließt Kauf weiterer Anteile nicht aus

Die niederländische Investorengruppe Rebon BV will ihren Anteil an der Commerzbank von derzeit 17 Prozent möglicherweise auf bis zu 30 Prozent erhöhen. Rebon werde auf der Hauptversammlung der Commerzbank im Sinne des Vorstandes abstimmen, hieß es am Mittwoch in Kreisen, die mit der Materie vertraut sind, weiter. Erst am Dienstagabend hatte die 100-prozentige Rebon-Tochter Cobra Beteiligungsgesellschaft bekannt gegeben, sie habe ihren 9,9-prozentigen Anteil an der Commerzbank auf 17 Prozent aufgestockt. "Alles ist möglich, von zehn auf 20 Prozent oder 30 Prozent, je nachdem", hieß es in den Kreisen. Rebon werde seinen Anteil an der Commerzbank formal anmelden, um auf der Commerzbank-Hauptversammlung am 26. Mai auch die Stimmrechte ausüben zu können. Analysten gehen davon aus, dass Cobra ihren Anteil erhöht habe, um bei interessierten Banken ein attraktiveres, weil größeres Aktienpaket an der Commerzbank zum Weiterverkauf anbieten zu können.

Die Commerzbank erwartet nach Angaben eines Sprechers, dass auf der Hauptversammlung 45 bis 50 Prozent des Kapitals vertreten sein werden. Mit einem Anteil von 17 Prozent wäre bei allen wichtigen Abstimmungen dann die Zustimmung des neuen Großaktionärs notwendig.

Der Commerzbank-Sprecher dementierte zudem, Commerzbank-Chefvolkswirt und Unternehmenssprecher Ulrich Ramm habe angedeutet, Cobra habe jetzt die Dresdner Bank als Partner im Visier. Der Informationsdienst "Platow Online" hatte Ramm am Mittwoch mit den Worten zitiert: "Ein echter Merger of Equals mit der Dresdner Bank wäre möglich." Diese Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen und spiegeln nicht den Gesprächsverlauf wider, sagte der Sprecher dazu.

Die Dresdner Bank kommentierte den Online-Bericht nicht und verwies auf die Dresdner-Haupversammlung am Freitag. "Der neue Vorstandssprecher Bernd Fahrholz wird am Freitag das neue strategische Konzept der Bank vorstellen", hieß es.

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