RETTUNGSFONDS : Banken sind noch immer Milliarden schuldig

Fünf Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman haben Deutschlands Steuerzahler noch immer Milliarden an Rettungsgeldern im Feuer. Auf rund 18,2 Milliarden Euro (Stand 31. August) summieren sich die noch ausgereichten Hilfen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin). Zudem pumpten viele Bundesländer etliche Milliarden in ihre Landesbanken. Das Engagement ist riskant: Seit seiner Gründung Ende Oktober 2008 bis zum Abschluss des Jahres 2012 häufte der Soffin 21,5 Milliarden Euro Verlust an. Was davon letztlich hängen bleibt, kann seriös derzeit niemand sagen. Noch hält der Bund gut

17 Prozent der Commerzbank-Papiere. Damit sich hier ein Ausstieg lohnt, müsste der Aktienkurs auf mindestens 20 Euro steigen. Aktuell kostet das Papier nicht einmal die Hälfte. Die US-Regierung hatte da mehr Glück: Dank üppiger Zinsen und gestiegener Aktienkurse konnte Washington aus der Rettung der heimischen Banken mit Gewinn herausgehen. dpa

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