Wirtschaft : Ruhrgas-Expansion stockt wegen Eon Keine Großinvestitionen möglich

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Düsseldorf (hsn/HB). Das juristische Tauziehen um die Fusion mit dem EonKonzern bringt die Ruhrgas AG in Bedrängnis. „Für langfristige kapitalintensive Zukunftsprojekte sind wir gelähmt“, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens, „wir können nur noch Routine fahren.“ Das Problem: Eon hat sich zwar die Anteile an der Ruhrgas gesichert, darf die Stimmrechte aber nicht ausüben. Im Aufsichtsrat sitzen nach wie vor Vertreter von Esso, Shell, Vodafone, BP und Thyssen-Krupp. Größere Investitionen lassen sich so nicht durchsetzen. „Die Ruhrgas kann angesichts der derzeit noch offenen Aktionärsstruktur bei Großprojekten nicht mehr mitbieten“, warnt der Essener Energieprofessor Dieter Schmitt, „die internationalen Konkurrenten teilen das Feld jetzt auf.“ Ruhrgas-Chef Burckhard Bergmann hatte jüngst eingeräumt, dass die Konkurrenten durch den Zeitverzug im Vorteil seien. Ob Eon Ruhrgas übernehmen kann, ist aber noch immer fraglich – zumindest wann.

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