Wirtschaft : Salamander: Gegenbauer-Bosse soll weiter ausgebaut werden

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Die Salamander AG will durch die Übernahme des Berliner Gebäudereinigers Gegenbauer-Bosse ihren Wandel vom Schuhhersteller zum internationalen Dienstleistungskonzern beschleunigen und kräftig wachsen. "Unser Ziel ist es, ein großer Dienstleister in Europa zu werden", sagte Wolfgang E. Müller, Vorstandschef der Salamander AG am Mittwoch in Berlin. Der Berliner Gebäudereiniger Gegenbauer-Bosse, an dem Salamander zum 1. Oktober ingesamt 77 Prozent der Anteile halten werde, spiele dabei eine wichtige Rolle. Arbeitsplätze würden bei Gegenbauer-Bosse deshalb nicht abgebaut, sondern neu geschaffen. Außerdem bleibe der Firmensitz in Berlin.

Bis zum Jahr 2004 will der Salamander-Chef mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes von dann rund vier Milliarden Mark mit Dienstleistungen erwirtschaften. Für dieses Jahr wird ein Umsatz von etwas mehr als 2,6 (2,264) Milliarden Mark erwartet. Für das 4. Quartel steuert allein Gegenbauer-Bosse rund 140 Millionen Mark bei. Insgesamt werde für 2001 ein Betriebsergebnis von rund 105 (92) Millionen Mark erwartet. Mehr als 90 Millionen entfielen dabei auf die Service-Sparte. Zum Ergebnis der neuen Tochter sagte Müller nur soviel: "Gegenbauer-Bosse schreibt gute schwarze Zahlen."

Wie Müller weiter sagte, sei der Erwerb von Gegenbauer-Bosse zunächst ein Ausgleich für die Abgabe der DIW Deutsche Industriewartung AG (DIW), an der Salamander noch 50,2 Prozent halte. Zum 1. Januar 2002 würden fünf Prozent an den Maschinenbauer Voith in Heidenheim abgegeben und später nochmals weitere 20 Prozent. Auch von den restlichen Anteilen wolle man sich trennen.

Schon 2002 würden aber aus der Übernahme von Gegenbauer-Bosse positive Effekte erwartet. Bis in fünf Jahren soll der Umsatz von derzeit 530 Millionen Mark auf eine Milliarde Mark anwachsen. Gebäude- und Sicherheitsmanagement sollten erheblich ausgeweitet werden. Impulse für das Wachstum erhielte Gegenbauer-Bosse allein schon dadurch, dass Salamander selbst schon viele Immobilien - wie etwa die Apcoa-Parkäuser - betreibe, die jetzt von der neuen Tochter geputzt, instandgehalten und bewacht werden könnten.

Werner Gegenbauer, der noch mit 18 Prozent an Gegenbauer-Bosse beteiligt ist, wird als stellvertretender Beiratsvorsitzender das Unternehmen beraten. Außerdem würde er gerne, wie er sagte, IHK-Präsident bleiben.

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