Wirtschaft : Samsung baut Produktion von Chips aus Rund 18 Milliarden Euro sollen investiert werden

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München Der südkoreanische Elektronik-Konzern Samsung will in den kommenden sechs Jahren umgerechnet 18 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Halbleiterproduktion investieren. Damit würden bis zum Jahr 2010 bis zu 10 000 Arbeitsplätze geschaffen, teilte der zweitgrößte Chiphersteller der Welt anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums seines Halbleitergeschäft am Montag in Seoul mit.

In diesem Jahr erwartet Samsung eine Umsatzsteigerung seines Chipgeschäfts von rund 60 Prozent auf knapp 16 Milliarden Dollar. Auf die Sparte entfiel im dritten Quartal des laufenden Jahres etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes des Unternehmens. Die Chipindustrie solle auch in Zukunft „Wachstumsmotor“ der südkoreanischen Wirtschaft sein, sagte der Vorsitzende der Samsung-Gruppe, Lee Kun Hee, bei einer Strategiekonferenz am Produktionsstandort in Hwaseong. Gerade im Chipgeschäft sei es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für Investitionen zu erwischen. In diesem Jahr haben alle führenden Chiphersteller Milliarden in neue Werke investiert. Weil die Nachfrage aber nicht so stark steigt wie die Kapazitäten, droht der Branche 2005 wieder ein Abschwung. Viele Wettbewerber fahren ihre Ausgaben deshalb derzeit zurück.

Samsung ist einer der wichtigsten Wettbewerber des deutschen Chipherstellers Infineon. Infineon wollte die geplanten Investitionen der Asiaten nicht kommentieren. Die Deutschen investieren etwa 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die Asiaten sind allerdings nicht nur im Chipgeschäft tätig, sondern nach Nokia auch der weltweit zweitgrößte Handy-Hersteller. Zudem ist Samsung der weltgrößte Produzent von Flachbildschirmen. jojo/HB/Tsp

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