Wirtschaft : Schering: Biotechnologie-Park in Charlottenburg geplant

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Das rund 86 000 Quadratmeter große Areal des Pharma-Unternehmens Schering AG in Berlin-Charlottenburg soll zu einem privatwirtschaftlichen Biotechnologie-Park weiterentwickelt werden. Dies teilte Hubertus Erlen, Vorstandsmitglied der Schering AG, am Donnerstag in Berlin mit. "Wir sind überzeugt, dass sich dieser Standort bald zu einem wichtigen Zentrum für private Biotechnologie-Unternehmen mit vielen attraktiven Arbeitsplätzen entwickeln wird", sagte Erlen.

Über die künftige Nutzung des Geländes hat der Pharmakonzern mit der IKB Deutsche Industriebank AG und dem Immobilienunternehmen Euroland Projektierungen GmbH eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Tochter BHF & IKB Immobilien Leasing GmbH der Industriebank habe sich mit einem Investitionsvolumen von 130 Millionen Mark an dem geplanten Biotechnologie-Park beteiligt, so Alexander Boyer, Geschäftsführer des Tochterunternehmens. Euroland wird Entwicklung und Management der Immobilien übernehmen.

IKB, Euroland und Schering gründen eine gemeinsame Objektgesellschaft, an der Schering mit zehn Prozent beteiligt ist. Die Objektgesellschaft erwirbt das gesamte Grundstück mit allen Gebäuden. Zur weiteren Finanzierung wird ein Fonds aufgelegt, an dem sich auch andere Investoren beteiligen können und der in der Endstufe 150 Millionen Euro umfassen soll. Der BiotechPark Charlottenburg, so der Name des Standorts, werde von Größe und Ausstattung mit technischen Medien der erste Biotechnologiestandort in Deutschland sein, der die gesamte Bandbreite forschungs-, entwicklungs- und produktionsbezogener Infrastruktur biete, so Schering-Vorstand Erlen. Der Park verstehe sich als Ergänzung nicht aber als Konkurrenz der bereits bestehenden Gründerzentren.

Die ersten Mieter Pharmalyticon GmbH, Biotecon GmbH und Metanomics GmbH &Co KGaA haben sich bereits auf dem Gelände angesiedelt. Aufgrund konzerninterner Umstrukturierungen wird sich Schering bis 2002 sukzessive aus dem Werk Charlottenburg zurückziehen, aber mit zwei Betrieben weiterhin Nutzer des Geländes bleiben.

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