Wirtschaft : Schröder will Einfluß auf VW behalten

Beteiligung an Kapitalerhöhung noch offen / Geld auch für inländische Werke verwenden

EMDEN (rtr/AP).Der Einfluß des Landes Niedersachsen auf VW darf nach den Worten von Ministerpräsident Gerhard Schröder auch durch die angekündigte Kapitalerhöhung nicht eingeschränkt werden.Das VW-Gesetz dürfe deshalb nicht angetastet werden, sagte Schröder am Montag auf einer Betriebsversammlung im VW-Werk in Emden.Das VW-Gesetz besagt, daß ein Großaktionär bei Volkswagen maximal 20 Prozent des Stimmrechts ausüben darf.Das Land Niedersachsen ist mit einem Anteil von 20 Prozent an VW beteiligt. Schröder ließ offen, ob das Land sich an der Kapitalerhöhung beteiligen wird.Um den Anteil zu halten, müßte es 1,5 Mrd.DM aufbringen.Der Ministerpräsident unterstrich zugleich die Notwendigkeit einer verbesserten Kapitalausstattung für VW als weltweit tätigen Autohersteller.Dabei dürfe aber die Produktion im Inland nicht zu kurz kommen."Wir wollen nicht nur die Expansion im Ausland finanziert sehen, auch die deutschen Standorte müssen fit gemacht werden", sagte er.Darauf werde die Landesregierung achten und deshalb auch das VW-Gesetz, das ihren Einfluß auf das Unternehmen sichert, in Bonn vehement verteidigen. Nach Angaben von Betriebsratschef Alfred Wienekamp sind durch die Produktion des neuen Passat in Emden weitere Neueinstellungen zu erwarten.Bei derzeit rund 9000 Beschäftigten in dem Werk seien 500 Arbeitslose befristet eingestellt worden.

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