Wirtschaft : Smart-Vorbereitungen im Plan

MCC-Sprecher weist Spekulationen zurück / Start bleibt Oktober

BERLIN/STUTTGART (mo).Im lothringischen Hambach hält man an den laufenden Vorbereitungen zur Aufnahme der Smart-Produktion im Oktober fest.Das bestätigte Wolfgang Riecke, Sprecher der Micro Compact Car (MCC) in Renningen, am Montag gegenüber dem Tagesspiegel.Riecke wies damit einen Bericht der Süddeutschen Zeitung vom gleichen Tag zurück, in dem es heißt, die Techniker bekämen die aufgetauchten Stabilitätsprobleme am Fahrwerk nicht in den Griff und der Daimler-Vorstand diskutiere über eine komplette Einstellung der Smart-Pläne.MCC, ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und dem Schweizer Uhrenkonzern SMH, hatte Mitte Dezember die Verschiebung der Produktionsaufnahme um ein halbes Jahr angekündigt.Als Grund dafür waren die Überprüfung der Fahrstabilität, aber auch diverse Abstimmungen über den endgültigen Fertigungsablauf mit den Zulieferfirmen vor Ort angegeben worden.Gleichzeitig wurden auch personelle Konsequenzen gezogen.In Fachkreisen wird Daimler nicht mehr als ein halbes Jahr Zeit zur Behebung der aufgetauchten technischen Schwierigkeiten gegeben.Andernfalls, urteilt die Branche, sei das Projekt Smart tot. In den nächsten Tagen werde man einen detaillierten Bericht vorlegen, sagte Riecke am Montag hingegen.Die angekündigten Nachbesserungen werde es in jedem Falle geben.Auch die Abstimmungen mit den zwölf Zulieferfirmen auf dem Werksgelände seien abgeschlossen.Man sei zuversichtlich, daß man den neuen Terminplan einhalten könnte.Teilweise werden in Hambach komplette Module gefertigt und ans Fließband gebracht.An MCC sind Daimler mit 81 Prozent und SMH mit 19 Prozent der Anteile beteiligt. Unterdessen teilte Daimler auf einer Präsentation der modifizierten A-Klasse von Mercedes in Montpellier mit, daß das überarbeitete Modell, das auch mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet wurde, vom 9.Februar an die Händler ausgeliefert werde.Nach den Ergebnissen des bekannten "Elch"-Testes im November war die Auslieferung des "Baby-Benz" vorübergehend eingestellt worden.

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