SO FUNKTIONIERT DER WECHSEL : Alles dem Neuen überlassen

LAUFZEIT BEACHTEN

Ein Monat, zwölf Monate, 24 Monate: Die Laufzeiten von Verträgen unterscheiden sich häufig enorm. Kunden, die den Anbieter wechseln wollen, sollten sich vorher informieren, ob ein günstiger Tarif nur in Verbindung mit einem lang laufenden Vertrag zu haben ist. Je nach Lebenssituation kann eine lange Verpflichtung hinderlich sein. Wer vorzeitig kündigen will, muss dann mit zusätzlichen Kosten rechnen.

NICHT SELBST KÜNDIGEN

Der alte Vertrag sollte nicht vom Kunden, sondern unbedingt vom neuen Anbieter gekündigt werden. Nur dann sind die Voraussetzungen für einen reibungslosen Wechsel gegeben. Darüber hinaus weisen Experten darauf hin, dass es wichtig ist, dass Adresse und Namen ganz exakt mit den Angaben im zu kündigenden Vertrag übereinstimmen. Andernfalls führt das in der Regel zu Verzögerungen bei der Umschaltung.

BEDENKZEIT NUTZEN

Wer einen Vertrag mit einem neuen Telefonanbieter unterschreibt, hat in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Tauchen erste Probleme bereits innerhalb dieser Frist auf, kann der Kunde den Vertrag problemlos widerrufen, sagt Corinna Lapp, Anwältin bei der auf Telekommunikation spezialisierten Kanzlei Dr-Lapp.de. Ist die Frist bereits abgelaufen und wird die vereinbarte Leistung nicht erbracht, hat der Kunde das Recht, außerordentlich zu kündigen. Dazu empfiehlt die Anwältin, dem Unternehmen zunächst schriftlich eine Frist zu setzen. „Am besten mit Einschreiben und Rückschein“, sagt Lapp. Wenn der Anbieter auch diese Frist ohne Ergebnisse verstreichen lässt, kann der Kunde fristlos kündigen. Das Problem: Dann ist der Kunde zwar raus aus dem Vertrag, steht aber im schlimmsten Fall immer noch ohne Telefonanschluss da. mho

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