So war der Tag : Allgemeine Enttäuschung

Der Dax hat am Dienstag nach einem weitgehend richtungslosen Verlauf spürbarnachgegeben und knapp unter 8300 Punkten geschlossen. „Durchwachsene Quartalsberichte verdeutlichen, dass der Weg über das Rekordhoch im August schwierig werden könnte“, sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. So machten nun zahlreiche Anleger an diesem Tag Kasse, zumal sich auch die Wall-Street-Börsen schwächer zeigten. Der Dax büßte beeinflusst von enttäuschenden Quartalszahlen und Gewinnwarnungen 1,2 Prozent auf 8299 Punkte ein, Der M-Dax gab um 0,3 Prozent auf 14 604 Punkte nach. Der Tec-Dax hielt sich dagegen stabil mit einem Minus von 0,03 Prozent bei 1010 Punkten.

Gute Konjunkturdaten aus Italien hatten den Dax gegen Mittag vorübergehend etwas deutlicher ins Plus gehievt. Die Wirtschaft des südeuropäischen Landes ist im Frühjahr weniger geschrumpft als gedacht. Am Ende gewann mit der Gewinnwarnung von K+S dann aber die auf Hochtouren laufende Berichtssaison hierzulande wieder die Oberhand. Am Morgen hatten alleine aus dem Dax bereits vier Unternehmen über das abgelaufene Quartal berichtet. Die Zahlen von Lanxess und der Munich Re wurden mit Enttäuschung aufgenommen. Für zusätzlichen Druck sorgte eine Gewinnwarnung von Salzgitter (siehe oben).

Die Titel von Lanxess verzeichneten Kursverluste von zuletzt 4,3 Prozent. Händler beachteten vor allem den Ausblick, der pessimistischer als am Markt erwartet ausfiel.

Dass die Aktien von Merck KGaA nach einem freundlichen Auftakt mit einem Rekordhoch ins Minus drehten und zeitweise mehr als drei Prozent verloren, begründeten Händler dagegen vor allem mit Gewinnmitnahmen. Die Zahlen des Pharma- und Chemiekonzerns seien „wie erwartet bis etwas besser ausgefallen“.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,36 Prozent am Vortag auf 1,41 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozentpunkte auf 133,38 Punkte. Der Bund Future verlor 0,15 Prozent auf 142,05 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3280 (Montag: 1,3257) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7530 (0,7543) Euro. Tsp

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