So war der Tag : Anleger bleiben nervös

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch Verluste hinnehmen müssen. Der Leitindex Dax sank um 0,5 Prozent auf 6939 Punkte. Positiv aufgenommene Zahlen vom US-Arbeitsmarkt hielten das Minus aber noch einigermaßen in Grenzen, hieß es am Markt. Für den M-Dax der mittelgroßen Werte ging es um 1,2 Prozent auf 10 054 Punkte bergab und der Tec-Dax legte 0,1 Prozent auf 863 Punkte zu.

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser sah den im Vergleich zum Vortag schwachen Euro als Belastungsfaktor. „Einige machen Kasse“, sagte ein Händler. Ein anderer verwies auf eine größere Verkaufsorder am Future-Markt. Der Dax grenzte seine Verluste aber etwas ein, nachdem die US-Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP wesentlich besser ausgefallen waren als erwartet. Demnach wurden im Dezember in den USA 297 000 Stellen geschaffen, Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 100 000 Jobs gerechnet. Dennoch blieben die Anleger nervös, was sich am Volatilitätsindex V-Dax ablesen ließ, der zeitweise um 5,5 Prozent auf 20,9 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2010 stieg. Einige Börsianer machten dafür die Sorgen vor einer erneuten Verschärfung der Schuldenkrise im Euro-Raum verantwortlich.

Die Papiere von Beiersdorf legten um 2,6 Prozent zu. Händler verwiesen auf Gerüchte um einen möglichen Einstieg von Procter & Gamble bei dem Kosmetikkonzern. Demnach könnte das US-Unternehmen den Anteil der Familie Herz kaufen. Ein Sprecher der Herz-Finanzholding Maxingvest bezeichnete Beiersdorf indes auf Anfrage als „langfristiges Investment“.

Die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers K+S verloren trotz guter Zahlen des US-Konkurrenten Mosaic 1,5 Prozent. Belastend dürfte eine negativ am Markt aufgenommene Studie von Merrill Lynch gewirkt haben.

Beim Gase-Hersteller Linde sorgten vage Gerüchte, wonach Konkurrent Air Liquide seine Ziele nach unten revidieren könnte, für Verluste von 2,7 Prozent. Autowerte konnten größtenteils nicht von den am Vorabend vorgelegten US-Absatzzahlen profitieren. Daimler setzten sich aber mit plus 3,1 Prozent an die Dax-Spitze. Heidelberg-Cement-Aktien büßten 3,4 Prozent ein, was Händler auf einen Beschluss des US-Repräsentantenhauses zurückführten. Dieser ermöglicht die Beschränkung der Ausgaben für Highway-Baumaßnahmen.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,49 (Vortag: 2,54) Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,07 Prozent nach auf 124,83 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,52 Prozent auf 125,45 Punkte nach unten. Der Kurs des Euro fiel angesichts robuster US-Konjunkturdaten und notierte zuletzt bei 1,3162 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,3213 (1,3421) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7568 (0,7451) Euro.Tsp

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