So war der Tag : Dax nimmt Kurs auf Jahreshoch

Starke deutsche Unternehmenszahlen haben die Anleger am Mittwoch an den Aktienmarkt gelockt. Angetrieben von einem Gewinnsprung bei Volkswagen schloss der Dax 0,7 Prozent höher bei 7404 Zählern. Der deutsche Leitindex lag damit nur noch knapp 40 Zähler unter seinem im Februar erreichten Jahreshoch von 7441 Punkten. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Dax darüberspringt“, erklärte ein Händler. „Der Hunger auf Aktien ist ungebrochen. Das ist schon eine enorme Robustheit, die der Dax da an den Tag legt.“ Der M-Dax der mittelgroßen Werte gewann 0,5 Prozent auf 10 684 Punkte. Der Tec-Dax rückte um 0,2 Prozent auf 921,71 Punkte vor.

Gute Quartalszahlen schoben die Vorzugsaktien von Volkswagen mit plus 4,8 Prozent an die Dax-Spitze. Der Wolfsburger Fahrzeughersteller steuert dank anhaltend hoher Verkäufe auf ein weiteres Rekordjahr zu. Bei Erlösen und operativem Ergebnis übertraf der Konzern deutlich die Erwartungen der Analysten. Zuvor hatten die Titel von der Hoffnung auf Rekordverkäufe im Auftaktquartal und einer Gewinnverdoppelung beim schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo profitiert. VW ist Großaktionär bei den Lastwagenherstellern MAN und Scania und baut auch selbst Nutzfahrzeuge. Zudem teilte der europäische Branchenverband ACEA mit, dass die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa auch im März weiter gestiegen ist. Die Aktien von Porsche, dessen Sportwagengeschäft knapp zur Hälfte dem VW-Konzern gehört, sprangen nach einem starken Jahresstart um 5,9 Prozent nach oben. Auch die Titel der anderen Fahrzeughersteller konnten zulegen. Die Papiere des Stuttgarter Herstellers Daimler rückten um 1,6 Prozent vor, BMW-Aktien gewannen 0,4 Prozent.

Während die Anleger Autowerte kauften, hielten sie sich bei Finanzwerten zurück. Grund waren enttäuschende Geschäftszahlen der britischen Großbank Barclays. Die Bank vermeldete für den Jahresstart wegen schleppender Geschäfte im Investmentbanking einen neunprozentigen Rückgang des operativen Gewinns. Ihre Aktien rutschten daraufhin 4,8 Prozent ab. Auch die Schweizer Großbank Credit Suisse konnte die Anleger mit ihrem Zwischenbericht nicht recht begeistern. Die Aktie ging in Zürich unverändert aus dem Handel. In Frankfurt bauten die Aktien der Commerzbank ihre Vortagesverluste um ein weiteres Prozent aus. Die Aktien der Deutschen Bank hingegen schlossen am Tag vor der Vorlage der Quartalsbilanz 0,5 Prozent höher.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 3,05 Prozent. Der Rentenindex Rex notierte ebenfalls unverändert bei 121,85 Punkten. Der Bund Future verlor 0,24 Prozent auf 122,21 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4668 (Dienstag: 1,4617) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6818 (0,6841) Euro. Tsp

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