So war der Tag : Dax springt über 8100 Punkte

Der Leitindex Dax hat am Freitag mit 8122,29 Punkten auf dem höchsten Stand in seiner Geschichte geschlossen. Der bisher höchste Schlusskurs war vor der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise am 16. Juli 2007 mit 8105,69 Punkten erreicht worden. Das Plus am Freitag lag bei 2,02 Prozent, auf Wochensicht betrug es knapp vier Prozent. Hintergrund für das Kursfeuerwerk war zum einen die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, die die Aktienmärkte angetrieben hatte. Die Notenbank unter Führung von EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich angesichts der schwachen Konjunktur in der Eurozone entschieden, den wichtigsten Leitzins mit 0,5 Prozent auf ein neues historisches Tief zu senken. Am Freitag kam noch ein positiver US-Arbeitsmarktbericht hinzu, der die Erwartungen der Analysten übertraf. An der New Yorker Wall Street kletterte der Dow-Jones-Index im Handelsverlauf ebenfalls auf ein Allzeithoch. Der US-Arbeitsmarktbericht für April habe die zuletzt wieder aufgeflammten Sorgen um die amerikanische Wirtschaft gedämpft, kommentierte Expertin Anita Paluch vom Handelshaus Gekko Markets.

Einen neuen Rekord gab es vor dem Wochenende zudem wieder im M-Dax. Der Index mittelgroßer Werte rückte um ein Prozent auf 13 643 Punkte vor. Der Tec-Dax stieg um 0,9 Prozent auf 930 Punkte. Unter den Einzelwerten im Dax ragten drei Aktien mit Kursgewinnen heraus: Thyssen-Krupp, Adidas und Continental. Während die Papiere des Sportartikelherstellers und des Automobilzulieferers von unerwartet positiven Quartalszahlen profitierten, stiegen die Titel des Stahlkonzerns aufgrund neuer Spekulationen um einen baldigen Verkauf seiner Sparte Steel Americas.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,00 Prozent am Vortag auf 0,98 Prozent - das zeigt, wie wenig deutsche Staatsanleihen derzeit an Rendite abwerfen. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent 135,84 Punkte. Der Bund Future sackte um 0,55 Prozent auf 146,17 Punkte ab. Der Kurs des Euro sank nach dem US-Arbeitsmarktbericht zeitweise wieder unter die Marke von 1,31 US-Dollar. Zuletzt stand er bei 1,3116 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,3114 (Donnerstag 1,3191) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7625 (0,7581) Euro. Tsp

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