So war der Tag : Dax über 9400 Punkten

Die deutschen Aktienindizes haben ihre Rekordstände am Freitag verteidigt – oder überboten. Der Dax stand zum Handelsschluss mit plus 0,2 Prozent bei 9405 Punkte, einem neuen Spitzenwert. Der M-Dax kletterte mit plus 0,3 Prozent auf 16 334 Punkte auf ein neues historisches Hoch. Der Tec-Dax gewann 0,3 Prozent auf 1154 Punkte. Händler sprachen von einem ruhigen Geschäft ohne neue Impulse und ohne Führung der Wall Street. Wegen des „Thanksgiving“-Feiertages in den USA waren die New Yorker Börsen am Vortag geschlossen geblieben und am Freitag wurde nur bis 19 Uhr deutscher Zeit gehandelt.

Kaum beeindruckt zeigten sich die Investoren von enttäuschenden deutschen Einzelhandelsumsätzen. Der erneute Rückgang des Konsums in Deutschland sei eigentlich besorgniserregend, sagte Aktienhändlerin Anita Paluch von der Varengold Bank. „Es ist aber noch zu früh, um von einem Trend zu sprechen.“ Schließlich würden die Zahlen meist nachträglich revidiert. Außerdem könnte die geplante Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns die deutsche Binnennachfrage mittelfristig stärken.

Neben K+S (siehe oben) waren im Dax vor allem Lanxess-Aktien gefragt, die an ihre Erholungsbewegung der vergangenen Tage anknüpfen konnten. Die Anteile an dem Spezialchemieunternehmen verteuerten sich um 1,9 Prozent. Versorger standen bei sehr dünner Nachrichtenlage mit im Blick, konnten ihre Gewinne aber nicht halten. Schwächster Wert waren Siemens-Aktien mit einem Minus von 1,1 Prozent.

Im S-Dax sorgten die Aktien von C.A.T. Oil nach Quartalszahlen mit einem Kursplus von 6,6 Prozent für Furore. Vor allem auf der Gewinnseite habe der Dienstleister für die Ölindustrie die durchschnittlichen Analystenerwartungen deutlich übertroffen, lobten Händler. Zudem sei der Ausblick für das Gesamtjahr angehoben worden.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,38 (Vortag: 1,40) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 133,97 Punkte. Der Bund-Future gab 0,10 Prozent auf 141,56 Punkte ab. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3611(1,3592) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7347 (0,7357) Euro. Tsp

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