So war der Tag : Dax unter Druck

Die Sorgen um Italiens politische Zukunft haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch belastet. Allerdings konnte er seine Tagesverluste bis zum Handelsschluss etwas eindämmen. Der Dax gab nach einem Rutsch bis auf 7750 Punkte letztlich 1,2 Prozent auf 7789 Punkte ab. Der M-Dax ging ein Prozent schwächer bei 13 250 Punkten aus dem Handel und der Tec-Dax sank um 1,1 Prozent auf 918 Punkte.

Der Spitzenkandidat des italienischen Mitte- Links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, macht bei seiner Suche nach einer Regierungsmehrheit in Rom keine sichtbaren Fortschritte. Zudem lässt der drohende politische Stillstand in Italien die Anleger offensichtlich zögern, Staatsanleihen des Krisenlandes zu kaufen. Dazu kamen schlechte Konjunkturnachrichten: Die Wirtschaftsstimmung in der Euro- Zone hatte sich im März überraschend stark eingetrübt. Ein Börsianer sah am Nachmittag Spekulationen als Kursstütze, wonach die Kapitalverkehrskontrollen in Zypern ab dem morgigen Donnerstag, an dem die dortigen Banken wieder öffnen sollen, zunächst nur für sieben Tage gelten sollen. Bisher hatte es keine Informationen zur Dauer der Kontrollen gegeben. „Ich fürchte allerdings, dass sie letztlich länger in Kraft bleiben werden“, sagte der Börsianer.

Die Finanzwerte litten zwar europaweit unter der eingetrübten Börsenstimmung, konnten aber im Rahmen der Marktentwicklung ihre Verluste ebenfalls eindämmen. Für die Aktien der Deutschen Bank ging es am Dax- Ende um 2,6 Prozent bergab. Die Aktien von Tui kletterten im M-Dax um 2,3 Prozent und profitierten damit von einem positiven Ausblick der Reiseveranstalter-Tochter Tui Travel. Die Papiere von HHLA fielen indes um ein Prozent. Die schwache Konjunktur droht dem Hamburger Hafenbetreiber nach dem Gewinneinbruch 2012 auch das laufende Jahr zu vermiesen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,07 Prozent am Vortag auf 1,02 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,34 Prozent auf 135,70 Punkte, und der Bund-Future gewann 0,52 Prozent auf 145,60 Punkte. Der Kurs des Euro fiel auf 1,2767 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,2768 (Dienstag: 1,2861) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7832 (0,7775) Euro. Tsp

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