So war der Tag : Der Markt bleibt nervös

Der Dax hat am Montag nach einer Berg- und Talfahrt den fünften Handelstag in Folge mit einem Verlust geschlossen. Die Stimmung der Marktteilnehmer sei weiterhin sehr nervös, sagten Händler.

Mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 5473 Punkten ging der deutsche Leitindex aus dem Handel, nachdem er am Nachmittag noch kräftig bis auf rund 5591 Punkte gestiegen war. Der M-Dax der mittelgroßen Werte konnte ein kleines Plus von 0,3 Prozent auf 8424 Punkte halten und der Tec- Dax rückte um 0,1 Prozent auf 690 Punkte vor.

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser begründete die zwischenzeitlichen Kursgewinne auch mit einem stabilisierten Euro. „Die Bewegungen am Aktienmarkt bleiben jedoch unberechenbar“, sagte der Experte mit Blick darauf, dass derzeit der computergestützte Handel mit Terminkontrakten die Richtung an den Börsen vorgebe. Käufer im regulären Handel gebe es dagegen kaum. „Das gebrannte Kind scheut das Feuer“, begründete Helmer die Zurückhaltung der Anlager. Wichtig sei, dass sich der Dax nun für einige Zeit um oder über der Marke von 5500 Punkten stabilisieren könne.

Kurstreibende Nachrichten waren zum Wochenauftakt Mangelware. Die Titel des Energiekonzerns Eon stiegen an der Dax-Spitze um 3,6 Prozent, was am Markt mit Kaufempfehlungen einiger Analysten begründet wurde. Zu den Gewinnern zählten auch Fresenius Medical Care und RWE.

Verkauft wurden im Dax vor allem stark von der Konjunktur abhängige Werte. An der Spitze der Verliererliste tummelten sich die Autowerte sowie Heidelberg-Cement (minus 4,1 Prozent) und BASF (minus 1,6 Prozent). Die Aktien von BMW büßten sogar 4,2 Prozent ein, Volkswagen verloren 2,6 Prozent und Daimler 2,2 Prozent.

Im Tec-Dax kletterten die Aktien von QSC wegen Übernahmespekulationen um 5,5 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,91 (Freitag: 1,89) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,07 Prozent auf 129,258 Punkte zu. Der Bund Future gab um 0,32 Prozent auf 134,88 Punkte nach. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,4413 (1,4385) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6938 (0,6952) Euro. „Die Finanzmärkte haben sich etwas beruhigt und davon hat auch der Euro profitiert“, sagte Ulrich Wortberg, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen. „Die Verbindung zwischen Eurokurs und Aktienmärkten ist derzeit sehr eng.“ Wortberg sieht jedoch in dieser Woche Rückschlagspotenzial für den Euro. An diesem Dienstag werden neue Stimmungsindikatoren aus der Deutschland und der Eurozone veröffentlicht. Die Daten dürften angesichts der jüngsten konjunkturellen Eintrübung deutlich unter Druck geraten sein. Tsp

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